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Mehr Effizienz: Windforscher optimieren Betrieb von Windkraftanlagen

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Oldenburg - Windenergieanlagen liefern am meisten Energie, wenn sie sich mit der Nase direkt in den Wind drehen. Ändert sich die Windrichtung, wird über einen Windmesser ein Signal zum Drehen gegeben. Dieser als Gieren bezeichnete Vorgang ist aber nicht bei jeder kleinen Windrichtungsänderung sinnvoll.

Mit einem neuen Verfahren will ein Oldenburger Forscherteam vom Zentrum für Windenergieforschung (ForWind) die Ausrichtung effizienter gestalten und die Zahl der Giervorgänge reduzieren. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert das Vorhaben YawDyn („Validierung von Ertragssteigerungen und Lastreduktionen in Offshore-Windparks durch angepasste dynamische Windrichtungsnachführung“) über einen Zeitraum von drei Jahren mit über 400.000 Euro.

Eine weitere Methode soll den Energieertrag im Windpark steigern. Hierbei wird die Nase der Windenergieanlage bewusst ein Stück aus dem Wind gedreht, um die ungünstige Strömung hinter der Anlage abzulenken. So befinden sich dahinterliegende Anlagen nicht oder nur teilweise im Windschatten der ersten. Mit solch einer intelligenten Steuerung kann der Energieertrag des gesamten Windparks erhöht werden, so die Forscher.

Die neuen Methoden werden zunächst in Simulationen getestet und anschließend an realen Windenergieanlagen an Land und an Offshore Windkraftanlagen getestet. Auf See werden die Methoden an Anlagen im Offshore Windpark BARD Offfshore 1 des Projektpartners Ocean Breeze geprüft.

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19.12.2019