Netzanschluss dezentraler Anlagen: FGW stellt ZEREZ seit Februar 2025 für Pflichtnutzung zur Verfügung - Arbeitskreis seit 1 Jahr aktiv
Berlin - Die Fördergesellschaft Windenergie und andere Dezentrale Energien (FGW e.V.) weist im Zusammenhang mit dem zentralen Register für Einheiten- und Komponentenzertifikate (ZEREZ) auf die Einführung der verpflichtenden Nutzung von ZEREZ zum 01. Februar 2025 hin.
Einheiten- und Komponentenzertifikate sind Nachweise über die elektrischen Eigenschaften von Erzeugungseinheiten und elektrischen Komponenten. Sie werden von akkreditierten Zertifizierungsstellen ausgestellt und spielen eine wichtige Rolle im Netzanschlussprozess und bei der Anlagenzertifizierung. Diese Dokumente gewährleisten, dass ausschließlich konforme Anlagen an das Stromnetz angeschlossen werden, sie bilden eine wesentliche Grundlage für Netzberechnungen sowie die Auslegung der Netzanschlusspunkte.
Das ZEREZ-Register hat Mitte April 2024 seinen Betrieb aufgenommen. Nach Ablauf einer mehrmonatigen Übergangszeit ist die Nutzung jetzt seit Anfang Februar 2025 für Hersteller, Anlagenbetreiber und Netzbetreiber verpflichtend. Anlagen und Einheiten ohne gültiges Zertifikat auf zerez.net dürfen seit diesem Zeitpunkt nicht mehr an das Stromnetz angeschlossen werden.
ZEREZ bietet allen Nutzern die Möglichkeit, Einheiten- und Komponentenzertifikate aller Spannungsebenen zentral zu verwalten und abzurufen. Diese werden kostenfrei bereitgestellt und ermöglichen laut FGW eine effiziente digitale Kommunikation zwischen allen Beteiligten wie Herstellern, Zertifizierungsstellen, Netzbetreibern und Planern. Die Zentralisierung soll die Prozesse der Zertifizierung von Einheiten und Komponenten sowie der Betriebserlaubnisanträge vereinfachen und beschleunigen.
Nach Angaben der FGW müssen Betreiber bestehender Anlagen keine zusätzlichen Informationen im ZEREZ-Register angeben. Auch müssen Bestandsanlagen nicht zusätzlich zum Marktstammdatenregister im ZEREZ registriert werden.
Arbeitskreis „Treffen der Inspektionsstellen - IdI“ seit einem Jahr aktiv
Die FGW weist zudem auf das einjährige Bestehen des im Februar 2024 initiierten Arbeitskreises „Treffen der Inspektionsstellen - TdI“ im Fachausschuss Betrieb und Instandhaltung hin. Ziel des Arbeitskreises ist es, die technische Verlässlichkeit von Erzeugungsanlagen dezentraler Energien zu bewerten und sicherzustellen. Damit, so die FGW, leiste der Arbeitskreis einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung der elektrischen Versorgungssicherheit und -zuverlässigkeit, auch im Zuge der fortschreitenden Energiewende.
Die Mitglieder des Arbeitskreises als akkreditierte Inspektionsstellen nach DIN EN ISO/IEC 17020, gewährleisten dabei unparteiische und qualitativ hochwertige Konformitätsbewertungen für alle Prüfungen im Bereich der dezentralen Energien. Durch regelmäßigen fachlichen Austausch innerhalb des Arbeitskreises werde die hohe Qualität der Bewertungen aufrechterhalten, betont die FGW.
© IWR, 2026
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