Offshore Windenergie: Neues Fundament-Design zur Förderung der Artenvielfalt im Meer
Stockholm – Der Energieversorger Vattenfall führt zusammen mit der niederländischen Naturschutzorganisation De Rijke Noordzee eine Studie zur naturnahen Gestaltung von Offshore-Turbinenfundamenten durch. Die Untersuchung findet im niederländischen Offshore Windpark Hollandse Kust Zuid statt. Das Königliche Niederländische Institut für Meeresforschung NIOZ ist ebenfalls an der Studie beteiligt.
Ziel der Studie ist es, herauszufinden, inwieweit das Innere der Turbinenfundamente von Meereslebewesen als Siedlungsplatz, Unterschlupf und Futterplatz genutzt werden kann. Dazu wurden etwa 30 Zentimeter mal 1 Meter große elliptischen Öffnungen angebracht, die sich oberhalb des Meeresbodens und knapp unter der Wasseroberfläche befinden. In den nächsten Jahren werden mehrmals Daten gesammelt, um die Entwicklung der Artenvielfalt zu überprüfen. Im vergangenen Winter 2021/22 haben die Wissenschaftler von De Rijke Noordzee ihre erste Messreihe durchgeführt.
"Wenn die Ergebnisse unsere Erwartungen erfüllen, wird dies die Artenvielfalt im Meer fördern", sagt Erwin Coolen, Programmdirektor von De Rijke Noordzee. "Ein naturnahes Design ist die Zukunft. Ich bin stolz darauf, dass wir mit Vattenfall an dieser Art von innovativen Lösungen arbeiten, die unser Land mit nachhaltiger Energie versorgen und gleichzeitig die Umwelt stärken."
Der Offshore Windpark Hollandse Kust Zuid mit einer Leistung von 1.500 MW liegt 18 bis 34 km vor der niederländischen Küste und soll 2023 in Betrieb gehen. Insgesamt werden in dem Offshore-Windpark 140 Siemens Gamesa Windturbinen mit je 11 MW (SG 11.0-200 DD) Leistung errichtet.
© IWR, 2026
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