Rotorblätter und Blitzschutz: Enertrag Betrieb setzt auf Drohnen beim Service von Windkraftanlagen
Dauerthal - Der Einsatz von Drohnen für den Service und die Wartung von Windenergieanlagen nimmt kontinuierlich zu. Die Prüf- und Zertifizierungsstelle TÜV Nord hat im Rahmen einer Prüfung das von Enertrag Betrieb und Sulzer Schmid Laboratories entwickelte drohnengestützte Verfahren zur Blitzschutzprüfung an Windenergieanlagen evaluiert und im Ergebnis dessen Qualität bestätigt.
Die Rotorblattinspektion mittels Drohne bietet gegenüber bisherigen Verfahren eine Reihe von Vorteilen. Durch die Kombination von verschiedenen Prüfungen können einerseits die Einsatzzeiten verkürzt und Stillstandzeiten minimiert werden. Des Weiteren können drohnenbasierte Rotorblattinspektionen im Gegensatz zu Untersuchungen mittels Seilzugangstechnik auch bei höheren Windgeschwindigkeiten bis 10 m/s und bei niedrigen Temperaturen durchgeführt werden.
Ein weiterer Vorteil sind die beim Drohneneinsatz in HD-Qualität aufgenommenen Bilder für die anschließende Analyse und Auswertung unter Einbeziehung von künstlicher Intelligenz. Hinzu kommt, dass Rotorblattinspektionen mittels Seilzugangstechnik angesichts immer größerer Windenergieanlagen mit zunehmenden Nabenhöhen nur noch schwer umsetzbar sind.
Enertrag Betrieb Geschäftsführer Michael Dahm freut sich über die positive Bestätigung durch TÜV Nord, die den hohen Qualitätsstandard des Verfahrens unterstreiche. „Wir können somit die Einhaltung sämtlicher Branchenstandards für Rotorblattinspektionen mit Blitzschutzprüfung (Ableitungsstrecke), insbesondere die Grundsätze für die ‚Wiederkehrende Prüfung von Windenergieanlagen‘ vom Bundesverband WindEnergie (BWE) sowie die Richtlinie für Windenergieanlagen des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt), garantieren“, so Dahm.
© IWR, 2026
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13.04.2022


