Studie: Energy Brainpool analysiert Optionen für Klimaschutzziele der Regierung
Berlin - Um die CO2-Reduktionsziele im Klimaschutzprogramm 2030 und das 65 Prozent Erneuerbare Energien-Ziel am Bruttostromverbrauch zu erreichen, ist entweder ein Umbau des EEG oder ein deutlicher Zubau von Anlagen mit Power Purchase Agreements (PPA), also langfristigen Stromlieferverträgen, nötig. Das ist das Ergebnis des auf das Klimapaket angewandten Strommarktmodells von Energy Brainpool.
Auf politischer Ebene könnte das EEG angepasst werden, indem die anvisierten Zubaumengen pro Jahr angehoben werden. Laut Strommarktmodell müssten dazu allein im Bereich Onshore-bis 2030 Windenergie Anlagen mit einer Netto-Kapazität von 28.390 Megawatt (MW) neu errichtet werden - ohne Berücksichtigung des Anlagenrückbaus, der nach Auslaufen der EEG-Vergütung stark zunehmen wird. Die Netto-Gesamtleistung muss laut Strommarktmodell im Jahr 2030 bei 81.500 MW liegen. Des Weiterhin müssten bis 2030 die Offshore-Windenergie (+ 12.900 MW) und die Photovoltaik (+ 40.800 MW) deutlich ausgebaut werden.
Die zweite Möglichkeit, um das CO2-Reduktionsziel zu erreichen, ist die marktwirtschaftliche Variante über Power-Purchase-Agreements (PPA). „Die Preise für diesen Strom müssen hoch genug sein, damit die langfristigen Stromlieferverträge wirtschaftlich attraktiv sind“, betont Perez Senior, der bei Energy Brainpool verantwortlich für die Studie ist. Die Stellschraube hierfür sei der europäische CO2-Preis (CO2 European Emission Allowance), da nur dieser eine unmittelbare Auswirkung auf die Strompreise habe. Am sinnvollsten und zielführendsten wäre es, wenn beide Wege beschritten werden: der Umbau des EEGs und ein großer PPA-Ausbau, fasst Perez Linkenheil zusammen.
Das Klimaschutzprogramm 2030 und seine Auswirkung auf die Erneuerbare Energien-Märkte wird ein Thema auf dem 20. Forum Neue Energiewelt am 21./22. November 2019 in Berlin sein. Auf der Konferenz stehen die neuen Herausforderung der Energiewelt und konkrete Lösungen im Mittelpunkt. In Sessions, Vorträgen und Workshops werden politische Konzepte, Geschäftsmodelle und Innovationen auf den Prüfstand gestellt und diskutiert.
© IWR, 2026
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