Teure Erdkabel in Bayern: Netzausbau nimmt weiter Fahrt auf – Bundesnetzagentur genehmigt SuedLink-Abschnitt in Bayern
Bonn - Der Netzausbau in Deutschland gewinnt weiter an Dynamik. Die Bundesnetzagentur hat das Planfeststellungsverfahren für einen weiteren Abschnitt des SuedLink abgeschlossen. Der Abschnitt verläuft von der Landkreisgrenze Bad Kissingen und Schweinfurt in Bayern bis zur Landesgrenze von Bayern und Baden-Württemberg bei Altertheim.
Für diesen rund 70 Kilometer langen Abschnitt steht damit der genaue Verlauf der neuen Erdkabel-Stromleitung fest. Die Bundesnetzagentur hatte für diesen Abschnitt bereits mehrere Anträge auf vorzeitigen Baubeginn der Transnet BW genehmigt. Diese Maßnahmen wurden mit dem Planfeststellungsbeschluss nun bestätigt.
Der genehmigte Abschnitt führt durch mehrere Landkreise Unterfrankens. Er beginnt in Oerlenbach, quert bei Wasserlosen die A7 und durchläuft Gemeinden wie Arnstein, Thüngen, Retzstadt, Thüngersheim sowie Leinach, Helmstadt und Uettingen. Im weiteren Verlauf unterquert die Trasse die A3 und verläuft südlich an Altertheim vorbei zur Landesgrenze nach Baden-Württemberg.
Das Vorhaben 3 (SuedLink) soll die beiden Netzverknüpfungspunkte Brunsbüttel in Schleswig-Holstein und Großgartach in Baden-Württemberg verbinden. Auf einem Großteil der Strecke haben die beiden Vorhabenträger und Übertragungsnetzbetreiber Tennet und Transnet BW eine gemeinsame Verlegung mit der Leitung Wilster – Bergrheinfeld West im Bundesland Niedersachsen vorgesehen. Die zuständigen Netzbetreiber fassen die beiden Erdkabel-Vorhaben unter dem Projektnamen SuedLink zusammen und betrachten sie bei den Planungen gemeinsam.

Die Stromleitung SuedLink sollte ursprünglich schon 2016 unter der GroKo-Bundesregierung (CDU/CSU und SPD) in Bau gehen und 2022 fertiggestellt sein. Nach dem derzeitigen Planungssstand kann SuedLink erst 2028 in Betrieb gehen.
© IWR, 2026
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30.04.2025



