Uniper bleibt Energie-Staatskonzern: Uniper zahlt 2,6 Milliarden Euro Staatshilfe zurück
Düsseldorf - Der Energieversorger Uniper war nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine wegen fehlender Gaslieferungen in eine finanzielle Schieflage geraten. Der deutsche Staat musste Uniper stützen, weil das Unternehmen das Gas anderweitig zu sehr hohen Kosten beschaffen musste.
Nur mit Hilfe der Stabilisierungsmaßnahmen konnte Uniper seinen Lieferverpflichtungen nachkommen und zuverlässig Gas an Stadtwerke und die deutsche Industrie liefern.
Gemäß der EU-Beihilfeentscheidung vom 20. Dezember 2022 in Verbindung mit dem zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Uniper geschlossenen Rahmenvertrag vom 19. Dezember 2022 bestanden Rückzahlungsverpflichtungen gegenüber der Bundesrepublik Deutschland, die im Konzernabschluss 2024 mit 2,6 Milliarden Euro festgestellt wurden. Die Rückzahlung sei am 11. März 2025 erfolgt, teilte Uniper mit.
Die EU-Kommission hatte im Dezember 2022 staatliche Beihilfen an Uniper nur unter bestimmten Auflagen genehmigt. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung sind im Geschäftsjahr 2022 finanzielle Mittel von rund 13,5 Milliarden Euro bereitgestellt worden. Seit dieser Zeit ist der deutsche Staat mit einem Anteil von 99,12 Prozent Mehrheitsaktionär an Uniper, die restlichen Uniper-Aktien befinden sich von im Wesentlichen privaten Minderheitsaktionären.
Die Anzahl der Aktien hatte sich infolge einer im Dezember 2023 von einer außerordentlichen Hauptversammlung genehmigten Kapitalreduzierung im Verhältnis 20:1 deutlich reduziert, ohne Einfluss auf die Beteiligungsverhältnisse.
© IWR, 2026
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