Vattenfall baut Flexibilitätsportfolio aus: Vattenfall sichert sich 100 MW Speicherleistung aus großem Batteriespeicher in den Niederlanden
Berlin - Mit dem steigenden Anteil erneuerbarer Stromerzeugung rücken Batteriespeicher zunehmend in den Mittelpunkt der Energiewende. Sie stabilisieren das Netz, indem sie kurzfristig Leistung bereitstellen oder aufnehmen, und unterstützen damit flexible Reaktionen auf Marktschwankungen.
Vattenfall hat vor diesem Hintergrund eine weitere Vereinbarung über die Nutzung von Batteriespeicherkapazitäten unterzeichnet. Durch den Vertrag sichert sich das Unternehmen 100 MW Speicherleistung mit einer Speicherkapazität von 400 MWh aus dem niederländischen Leopard-Batteriespeicherkomplex. Die Anlage wird von Giga Storage entwickelt und soll ab 2028 zur Verfügung stehen.
Der Vertrag räumt Vattenfall die vollständige operative Kontrolle über den zugewiesenen Teil des Speichers ein. Damit kann der Konzern Schwankungen im Kunden- und Erneuerbaren-Portfolio gezielter ausgleichen. Laut Erik Suichies, Leiter Wholesale-Kunden bei Vattenfall, steigen die Anforderungen an flexible Kapazitäten stetig: „Batterien können schnell auf kontinuierliche Schwankungen reagieren - sie springen bei Engpässen ein oder speichern Energie, wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt. Dadurch werden sie zu einem entscheidenden Bestandteil des Energiesystems der Zukunft.“
Der Leopard-Speicher entsteht in Delfzijl im Norden der Niederlande und soll insgesamt 300 MW maximale Leistung bereitstellen. Die finale Investitionsentscheidung wurde getroffen. Vattenfall wird bis zu 400 Megawattstunden in der Batterie speichern und mit einer maximalen Leistung von 100 MW laden oder entladen können. Der Vertrag beginnt am 1. Januar 2028.
Der Energieversorger will den Speicher vor allem auf kurzfristigen Großhandelsmärkten einsetzen, auf denen schnelle Reaktionen auf Unter- oder Überangebot erforderlich sind.
Für Vattenfall ist es innerhalb weniger Monate der dritte Vertrag zur Beschaffung flexibler Kapazitäten. Bereits zuvor hatte das Unternehmen 50 MW in den Niederlanden und 55 MW in Deutschland langfristig gesichert.
© IWR, 2026
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