Weltpremiere für Rost-Batterie: Ore Energy bringt Eisen-Luft-Batterie in den Niederlanden erfolgreich ans Netz
Amsterdam/Delft (Niederlande) – Das niederländische Cleantech-Start-up Ore Energy hat in Delft eine Eisen-Luft-Batterie erfolgreich ans Netz angeschlossen. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um das erste bekannte Eisen-Luft-System weltweit, das netzgekoppelt und voll funktionsfähig ist.
Das Pilotprojekt am Innovationscampus The Green Village der TU Delft ist zugleich die erste Eisen-Luft-Batterie, die vollständig in der EU entwickelt, gefertigt und installiert wurde – unter Verwendung von Materialien, die ausschließlich in Europa beschafft werden können.
Das System nutzt Eisen, Luft und Wasser, um Energie für einen Zeitraum von bis zu 100 Stunden zu speichern. Es stellt laut Ore Energy eine wirtschaftlich vielversprechende Alternative zu Lithium- oder Vanadium-basierten Technologien dar. Geladen wird die Batterie, indem Eisenoxide (wie Rost) mit Strom in metallisches Eisen umgewandelt werden. Beim Entladen reagiert das Eisen mit Sauerstoff unter Freisetzung von Strom und Bildung von Eisenoxid.
„Dieser Erfolg beweist, dass Europa weltweit führend in Energieinnovation und -resilienz sein kann. Wir haben gezeigt, dass bahnbrechende Lösungen wie Eisen-Luft-Batterien in nur zwei Jahren vom Labor ins Netz gebracht werden können – und das mit einer vollständig europäischen Lieferkette“, sagte Aytaç Yilmaz, Mitbegründer und CEO von Ore Energy. „Langzeitenergiespeicher wie unserer machen erneuerbare Energie zuverlässig, bezahlbar und souverän. Und jetzt ist die Batterie einsatzbereit“, so Yilmaz weiter.
Das modulare Design der künftigen Großsysteme basiert auf 40-Fuß-Containern mit jeweils mehreren MWh Speicherkapazität und ist damit skalierbar.
Mit dem erfolgreichen Feldtest positioniert sich Ore Energy als europäischer Vorreiter in einem Zukunftsmarkt, dessen Bedeutung mit einem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien rasant steigt. Die Anlage sammelt nun reale Betriebsdaten und dient als Testplattform.
© IWR, 2026
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