Windenergie-Jahresbilanz: Windmarkt Griechenland verliert 2024 an Schwung - Marktwachstum in zwei Jahren erwartet
Athen, Griechenland - Der Ausbau der Windenergie in Griechenland hat im Jahr 2024 wie erwartet nicht an das hohe Niveau des Vorjahres 2023 anknüpfen können. Nachdem 2023 mit einem Zubau von über 500 MW die Marke von 5.000 MW übertroffen wurde, fällt der Zubau mit 39 Windturbinen und einer neuen Leistung von insgesamt 125,5 MW niedriger aus.
Der gegenüber 2023 geringere Zubau ist nach Angaben des griechischen Windenergie-Verbandes (Hellenic Wind Energy Scientific Association, Eletaen) im Wesentlichen auf die Kombination von zwei Faktoren zurückzuführen:
Das Jahr 2023 war das bislang zweitbeste Jahr für den Windenergie-Ausbau in Griechenland, da viele neue Windparks fertiggestellt und an das Netz angeschlossen wurden. Ebenso dürfte das nächste Jahr 2025 nach Einschätzung von Eletaen wieder deutlich positiver ausfallen, da in den kommenden Monaten voraussichtlich viele Windenergieprojekte abgeschlossen werden.
Ein wichtiger Faktor mit Bremswirkung bleibt laut Eletaen in Griechenland die Verzögerung aufgrund bürokratischer Hürden und der häufigen Unfähigkeit der Behörden, die Bestimmungen und Fristen des Genehmigungsrechts korrekt anzuwenden. Infolgedessen sind Windparks mit einem Genehmigungssystem konfrontiert, das deutlich schlechter ist als das anderer Technologien.
Für die nächsten Jahre zwei Jahre sieht Eletaen den Windenergie-Ausbau in Griechenland auf einem Wachstumspfad. Ende 2024 waren nach Verbandsangaben Windparks mit einer Leistung von mehr als 1.100 MW im Bau oder unter Vertrag, von denen der überwiegende Teil innerhalb der nächsten 18 Monate voraussichtlich ans Netz gehen wird. Hinzu kommen Projekte mit einer Leistung von etwa 300 MW, die in Ausschreibungen einen Zuschlag erhalten haben. Dadurch wird die gesamte Windkapazität in den nächsten zwei Jahren voraussichtlich die Leistungsmarke von 6.500 MW (6,5 GW) überschreiten, so die Einschätzung von Eletaen.
Mit Blick auf die regionale Differenzierung bleibt Zentralgriechenland mit einer installierten Leistung von 2.346 MW (44 Prozent) an der Spitze, gefolgt vom Peloponnes mit 667 MW (12 Prozent) und Ostmakedonien - Thrakien mit 535 MW (10 Prozent).
© IWR, 2026
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