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EnBW und WSB besiegeln Windkraft-Partnerschaft

Erfurt/Dresden - Die WSB Neue Energien Holding GmbH aus Dresden und die EnBW Energie Baden-Württemberg AG wollen künftig bei der Entwicklung von Windenergieprojekten eng zusammenarbeiten. Diese Partnerschaft beschränkt sich vorerst nur auf ein Bundesland, Baden-Württemberg ist es jedoch nicht.

WSB und EnBW wollen gemeinsam dazu beitragen, die Energiewende in Thüringen partnerschaftlich mit Kommunen und Anliegern weiter voranzubringen. Ein entsprechender Kooperationsvertrag ist nun unterzeichnet worden. Beide Unternehmen haben bereits das Siegel "Partner für faire Windenergie Thüringen" erhalten.

Klare Aufgabenteilung im Rahmen der Partnerschaft
Im Rahmen der Kooperation ist eine klare Aufgabetrennung vereinbart worden, wie eine EnBW-Sprecherin auf Anfrage von IWR Online erklärt. Demnach kümmert sich WSB um die Planungs- und Genehmigungsfragen, während EnBW für sämtliche infrastrukturellen Aspekte einer Windpark-Errichtung zuständig ist. "In die Kooperation bringen wir vor allem zwei Jahrzehnte Know-how aus der Flächensicherung und dem Management von Planungs- und Genehmigungsprozessen ein", so Annett Rötschke, Leiterin Unternehmenskooperation bei WSB. "Mit EnBW steht nun ein namhafter Energieversorger an unserer Seite, den wir gern darin unterstützen, seine regenerativen Stromerzeugungskapazitäten weiter auszubauen." Die WSB Neue Energien Gruppe zählt sich zu den führenden Komplettanbietern für Erneuerbare-Energien-Projekte und hat seit 1996 über 400 Wind- und Photovoltaik-Anlagen errichtet. Vom Regionalbüro Erfurt aus bearbeitet das Unternehmen derzeit Windenergieprojekte im Umfang von rund 200 Megawatt (MW). Zudem befindet sich im nordthüringischen Landkreis Nordhausen ein 14-MW-Windpark in der Bauphase.

EnBW will Windenergie-Leistung vervierfachen
Die EnBW plant, die erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2020 zu einer der tragenden Säulen ihres Geschäfts auszubauen. Dabei spielt auch der weitere Ausbau der Windkraft an Land eine wichtige Rolle. Ziel ist es, die Windenergie in den kommenden vier Jahren von derzeit rund 250 MW auf 1.000 MW auszubauen. Aktuell befindet sich die EnBW mit Onshore-Projekten in der Größenordnung von über 500 MW im Genehmigungsverfahren. Die Erteilung der Genehmigungen für mindestens 300 MW erwartet der Versorger noch vor Jahresende 2016. Alexandra Weber, Leiterin der EnBW Niederlassung in Erfurt: "Wir freuen uns sehr, mit WSB einen in der Region verankerten Kooperationspartner gefunden zu haben, dessen Aktivitäten und Kompetenzen sich hervorragend mit unseren ergänzen. Gemeinsam wollen wir künftig Hand in Hand an ausgewählten umweltverträglichen Windenergieprojekten in Thüringen arbeiten, von denen Bürger und Gemeinden gleichermaßen profitieren."

EnBW setzt bei Windkraft auf regionale Partner

Der Kooperationsgedanke hat sich nach Angaben von WSB aus intensiven Gesprächen beider Partner entwickelt, bei denen der Standortgedanke eine große Rolle spielte. Sowohl EnBW als auch WSB sind mit Regionalniederlassungen von Erfurt aus in Thüringen unterwegs. Beide Unternehmen sehen sehr gute Chancen für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien im Freistaat, erklärte das Unternehmen gegenüber IWR Online.

Ob die zunächst auf ausgewählte Projekte angelegte Partnerschaft in Zukunft weiter ausgebaut werden soll, ist derzeit noch nicht absehbar. EnBW verfolgt die Strategie der regionalen Kooperationen im Windenergiesektor schon länger. So wurde beispielsweise 2014 eine Zusammenarbeit mit der Energiekontor AG aus Bremen vereinbart. Dabei geht es um die Entwicklung von Windenergieprojekten in Mecklenburg-Vorpommern.

© IWR, 2016

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