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Prowind holt 15 Prozent bei Windenergie-Ausschreibung an Land

Osnabrück – Der Osnabrücker Windenergie-Projektierer Prowind hat in der ersten Ausschreibungsrunde für die Onshore-Windenergie in Deutschland mit über 70 Partnern in sieben Bürgerenergiegesellschaften zahlreiche Zuschläge erhalten. Das Unternehmen beziffert den Marktanteil auf 15 Prozent.

Die Bundesnetzagentur hatte im Rahmen des Ausschreibungsverfahrens für Windenergieanlagen an Land 70 Gebote mit einem Gebotsumfang von 807 Megawatt (MW) bezuschlagt. Besonders erfolgreich waren dabei die Bürgerenergieprojekte mit 65 bezuschlagten Projekten.

Prowind und Partner freuen sich über Zuschläge für rund 120 MW Windleistung

Davon profitiert auch die Prowind GmbH. 15 Prozent der insgesamt bezuschlagten Projektleistung geht an Bürgerprojekte, die Prowind zusammen mit Bürgerenergiegesellschaften eingereicht hat. Das entspricht einer Leistung von etwa 120 MW. Noch erfolgreicher als Prowind war Enertrag aus Branednburg. 13 von Enertrag in der Ausschreibung unterstützte Windenergieprojekte haben nach Angaben des Unternehmens einen Zuschlag erhalten. Enertrag beziffert den Marktanteil auf fast 20 Prozent.

Professionelles Know-how für Bürgeraktivitäten
Für Prowind-Geschäftsführer Johannes Busmann und sein 50-köpfiges Team ist der Erfolg der Bürgerenergie ein ganz klares, positives Zeichen für die Durchsetzungskraft erneuerbarer Energien durch engagierte Bürger. Gleichzeitig wird Prowinds Vision, Bürgeraktivitäten durch professionelles Know-how wettbewerbsfähig und rentabel zu machen, bestärkt, teilt das Unternehmen mit. Hieran halte Prowind schon seit Jahren fest. Guido Terwey, zuständig für die Vorhaben- und Projektentwicklung bei Prowind: „Für viele lokale Akteure wird so ein Projekt allein irgendwann einfach schwer realisierbar. Es gibt so viele gesetzliche Vorgaben, für die breitgefächertes Know-how erforderlich ist. Da sind wir einfach erfahrener und entsprechend ausgebildet.“

Konsens der Energiewende bleibt erhalten
Prowind zeigt sich erfreut, dass die Unternehmenspolitik der Förderung von Bürgerenergie für breite Zufriedenheit sorgt. Durch Zurückhaltung bei den Renditeerwartungen werde ein gesellschaftlich nachhaltiges Preisniveau mit den Qualitätsmerkmalen der Regionalität mit vielen Profiteuren der sauberen grünen Energie fortgesetzt, so das Unternehmen aus Osnabrück. Der breite Konsens der Energiewende bleibe so erhalten.

Große Player drängen Bürgerenergievielfalt nicht aus dem Markt
Prowind weist auch auf die Ergebnisse der Offshore-Ausschreibung und die „phänomenale internationale Aufmerksamkeit“ hin. Erstmals hatten sich zwei staatliche Energieversorger verpflichtet, Windstrom ohne Einspeisetarife oder andere finanzielle Anreize zu produzieren. Auch bei der Windenergie an Land war laut Prowind zu erwarten, dass große Player über den Preis die Bürgerenergievielfalt aus dem Markt drängen. Doch nun sei umso erfreulicher, dass hier ein erfolgreiches Gegenmodell zum Tragen komme, welches viele politische Lager zufrieden stellt. Mit ein paar kostenneutralen Erleichterungen habe die Bürgerenergie günstiger angeboten. 700 Privatpersonen seien als Gesellschafter an den moderaten Zuschlägen beteiligt.

© IWR, 2017

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