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Power-to-Gas-Anlage der Thüga-Gruppe übertrifft alle Erwartungen

Frankfurt/München - Die Projektphase der Thüga-Gruppe zur Erkundung der Strom-zu-Gas-Speichertechnologie ist erfolgreich abgeschlossen. Die Anlage hat aus Sicht von Thüga die Praxistauglichkeit unter Beweis gestellt. Jetzt muss die Politik handeln.

Im Jahr 2014 war die Power-to-Gas-Anlage auf dem Gelände der Mainova AG in Frankfurt noch die weltweit erste Demonstrationsanlage, die Strom in Wasserstoff umgewandelt und diesen in das kommunale Gasverteilnetz eingespeist hat. Jetzt liegen die Ergebnisse vor. Überrascht hat nicht nur der hohe Wirkungsgrad der Anlage.

Überzeugender Demo-Praxistest mit hohem Wirkungsgrad
Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorstandsvorsitzender der Mainova AG, erklärt: „Reversible Speicher sind ein wichtiger Baustein der Energiewende. Die Technologie ermöglicht, überschüssigen Wind- oder Solarstrom bestmöglich zu nutzen. Wir konnten eindeutig belegen, dass die Gemeinschaftsanlage in den zurückliegenden drei Jahren Praxisbetrieb alle Belastungstests bestanden hat.“ Überrascht hat auch der hohe Wirkungsgrad der Anlage. "In ihrem relevanten Lastbereich zwischen 50 und circa 325 Kilowatt erreicht die Gesamtanlage – von der Stromentnahme bis zur Gaseinspeisung – einen Wirkungsgrad von bis zu 77 Prozent, bezogen auf den Brennwert“, hebt Michael Riechel, Vorsitzender des Vorstands der Thüga Aktiengesellschaft, hervor.

Viele Vorteile der Power-to-Gas-Technik - Politik muss handeln
Aus Thüga-Sicht sprechen volks- und energiewirtschaftliche Faktoren für eine Kombination von Power-to-Gas-Technologie und Gasverteilnetzen. Die Gasnetzinfrastruktur ist demnach vorhanden und ein großer Anteil des 2020 bestehenden Speicherbedarfs kann durch die Umwandlung von Strom zu Wasserstoff gedeckt werden. Eine nahezu unbegrenzte Speicherkapazität entsteht durch eine Methanisierung des erzeugten Wasserstoffes. Letztendlich führt eine Kopplung des Strom- mit dem Gassektor zu einer deutlichen Entlastung der Stromnetze und verringert den Ausbaubedarf, so die Thüga-Gruppe. Drei Forderungen an die Politik stehen im Mittelpunkt: Neben einem gezielten Förderprogramm zur weiteren Kostenreduzierung sollte ein gemeinsamer Netzentwicklungsplan für die Netzinfrastrukturen (Strom/Gas) geschaffen werden. Letztendlich müssten Wasserstoff und Methan aus erneuerbaren Energien als Biokraftstoff anerkannt werden, so die dritte Forderung an die Politik.

Über das Power-to-Gas-Projekt der Thüga-Gruppe
In der Projektplattform haben 13 Unternehmen der Thüga-Gruppe gemeinsam in die Entwicklung der Strom zu Gas-Speichertechnologie investiert. Im Fokus steht die Prüfung der Praxistauglichkeit. Zu diesem Zweck haben die Unternehmen über mehrere Jahre (2013 bis 2017) gemeinsam eine eigene Demonstrationsanlage in Frankfurt am Main betrieben. Die Anlage wandelt Strom in Wasserstoff um und speichert diesen in das Gasverteilnetz ein. Insgesamt wurden über 1,5 Millionen Euro investiert. Gefördert wurde das Projekt vom hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung sowie der Europäischen Union. Die Demonstrationsanlage ist im Sommer 2017 außer Betrieb genommen und abgebaut worden.

© IWR, 2017

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09.08.2017

 



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