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Netzausbau in Schleswig-Holstein kommt voran

© Tennet© TennetBayreuth, Osterrönfeld - Schleswig-Holstein nimmt aufgrund der hohen Windstromproduktion einen besonderen Stellenwert beim Netzausbau ein. Jetzt wurde der erste Bauabschnitt der sog. Mittelachse in Betrieb genommen.

Der neue Abschnitt trägt bereits vor Fertigstellung der Gesamttrasse zu einer deutlichen Reduzierung von netzverstärkenden Maßnahmen bei. Die Gesamtfertigstellung der Mittelachse ist für das Jahr 2020 geplant.

Notwendigkeit von Netzeingriffen geht zurück
Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Robert Habeck und Lex Hartman, Mitglied der Tennet-Geschäftsführung haben den ersten Bauabschnitt der Mittelachse am Umspannwerk Audorf/Süd (Osterrönfeld/Schleswig-Holstein) offiziell in Betrieb genommen. Der 70 Kilometer (km) lange Bauabschnitt der neuen 380-kV-Leitung verbindet die Umspannwerke Hamburg/Nord und Audorf/Süd. Mit dem Bau des zweiten, ebenfalls 70 km langen Abschnitts zwischen Audorf und Flensburg will TenneT noch in diesem Frühjahr beginnen. Die Vorschlagstrasse für den dritten, etwa 10 km langen Abschnitt der Mittelachse, von Flensburg bis Dänemark, ist der Öffentlichkeit Mitte Januar vorgestellt worden. Bereits der erste Bauabschnitt der Mittelachse hat nach Angaben von Tennet während der gestuften technischen Inbetriebnahme seit Ende Dezember eine deutliche Reduzierung der netzstabilisierenden Maßnahmen bewirkt, so Tennet.

Neues Umspannwerk für die Windstromverteilung nach Westen und Süden
Mit der neuen Freileitung geht gleichzeitig auch der erste Betriebsabschnitt des 380-kV-Ersatz- und Erweiterungsneubaus im Umspannwerk Audorf/Süd in Betrieb. Dieses Umspannwerk ist einer der zentralen Netzknoten in Schleswig-Holstein und soll Anfang 2019 komplett fertiggestellt sein. In der südwestlichen Verlängerung der Mittelachse von Hamburg/Nord nach Dollern (Kreis Stade/Niedersachsen) ist zusätzlich das Umspannwerk Kummerfeld (Kreis Pinneberg/Schleswig-Holstein) nach seinem Erweiterungsausbau in Betrieb genommen worden. Die Kapazitätsvergrößerung des Umspannwerks Kummerfeld werde für den weiteren Ausbau der Leitung Hamburg/Nord – Dollern benötigt, um den Windstrom aus dem Norden in die Verbrauchszentren im Westen und Süden Deutschlands zu transportieren, so Tennet.

Schleswig-Holstein setzt beim Netzausbau auf Akzeptanz
„Energiewende und Netzausbau in Schleswig-Holstein kommen weiter voran. Der Netzausbau gehört zu den unpopulärsten Seiten der Energiewende und stockt überall – fast. In Schleswig-Holstein haben wir es anders gemacht: Betroffene wurden zu Beteiligten. Gemeinsam gingen wir durch das Nadelöhr des Netzausbaus. Jetzt bauen wir das Netz - besser geplant, im fairen Miteinander und dadurch schneller. Das zeigt auch das Netzausbauprojekt Mittelachse“, so der Schleswig-Holsteinische Energiewende-Minister Robert Habeck anlässlich der Inbetriebnahme des ersten Bauabschnitts der Mittelachse.


© IWR, 2018


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24.01.2018