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Innogy schreibt 2018 sattes Minus wegen Großbritannien

© Innogy© InnogyEssen - Die vor der Übernahme durch Eon stehende Innogy SE hat die Bilanz für das Geschäftsjahr 2018 vorgelegt. Zu schaffen machen dem Essener Energiekonzern vor allem Probleme mit dem britischen Tochterunternehmen Npower. Unterm Strich steht 2018 ein Verlust von über 600 Mio. Euro.

Innogy geht nach der gescheiterten Zusammenlegung der britischen Tochter Npower mit dem Konkurrenten SSE auch für die Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr 2019 von weiteren Belastungen aus. Aufgrund weiterer Belastungen aus dem Verkauf des tschechischen Gasnetzgeschäftes werden EBIT und Nettoergebnis 2019 voraussichtlich weiter sinken.

Geplatzter Npower-Deal verhagelt Innogy Bilanz
Der Essener Energiekonzern Innogy SE hat das Geschäftsjahr 2018 mit einem Verlust von 653 Millionen Euro (Mio. Euro) abgeschlossen. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 778 Mio. Euro erzielt. Zu schaffen machen Innogy vor allem Abschreibungen von über 1,5 Milliarden Euro (Mrd. Euro) auf die britische Tochter Npower. Die am Jahresende gescheiterte Zusammenlegung der kriselnden britischen Innogy-Tochter Npower mit dem Konkurrenten SSE hat dazu geführt, dass Innogy das britische Vertriebsgeschäft mit einem negativen Ergebnisbeitrag konsolidieren und wieder in das bereinigte Konzernergebnis einbeziehen muss. Dies machte eine Anpassung der ursprünglichen Prognose für 2018 erforderlich, obwohl die Entwicklung auf Konzernebene bis dahin insgesamt erwartungsgemäß verlaufen war, so das Unternehmen.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von Innogy ist 2018 um etwa 7 Prozent auf 2,63 Mrd. Euro zurückgegangen (2017: 2,82 Mrd. Euro). Das bereinigte Nettoergebnis sank 2018 auf 1,03 Mrd. Euro (2017: 1,22 Mrd. Euro, -16 Prozent). Damit liegen beide Ergebnis-Kennzahlen im Bereich der im Dezember aufgrund des geplatzen Npower-Deals angepassten Prognose. Vorstand und Aufsichtsrat der Innogy SE werden der Hauptversammlung am 30. April 2019 die Zahlung einer Dividende von 1,40 Euro je Aktie (Vorjahr: 1,60 Euro) vorschlagen.

Ausblick für 2019: EBIT und Nettoergebnis gehen weiter zurück
Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet Innogy mit einem bereinigten EBIT von rd. 2,3 Mrd. Euro und einem bereinigten Nettoergebnis von etwa 850 Mio. Euro jeweils Ergebnisse unterhalb des Vorjahresniveaus. Gründe sind die Belastungen aus dem britischen Vertriebsgeschäft sowie die Veräußerung des tschechischen Gasnetzgeschäfts an RWE im Februar 2019. Auch im Vertriebsgeschäft außerhalb von Großbritannien geht Innogy aufgrund der anhaltend intensiven Wettbewerbssituation und des Anstiegs der Großhandelspreise für Strom und Gas von einem niedrigeren Ergebnis aus. Für den Unternehmensbereich Erneuerbare Energien rechnet Innogy bei normalisierten Windverhältnissen dagegen mit einem deutlichen Ergebnisanstieg. Ein wesentlicher Grund ist der fortlaufende Ausbau der erneuerbaren Erzeugungskapazitäten.

© IWR, 2019


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