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Nordex im ersten Quartal 2020 im Rahmen der Erwartungen

© Nordex© NordexHamburg - Die Nordex Group hat die am 05. Mai 2020 veröffentlichen vorläufigen Zahlen für das erste Quartal 2020 (Q1/20) bestätigt. Umsatz-, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) und die EBITDA-Marge haben deutlich zugelegt, der Fehlbetrag ist im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht gestiegen.

Der Windturbinen-Hersteller Nordex ist wie erwartet gut in das Jahr gestartet, das zeigen die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2020. Belastet wird die aktuelle Entwicklung durch Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, die zum Teil zu Unterbrechungen der Lieferkette und der Produktion geführt haben, die auch jetzt noch andauern. Nordex hat die Prognose für das laufende Geschäftsjahr zurückgezogen und auf unbestimmte Zeit vertagt. Die Aktie tendiert leichter.

Nordex-Umsatz nähert sich im ersten Quartal der Marke von 1 Milliarde Euro
Der Hamburger Hersteller von Windenergieanlagen Nordex hat am Montag (11.05.2020) die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2020 vorgelegt. Demnach ist der Umsatz in Q1 2020 um 141,8 Prozent auf 964,6 Millionen Euro (Mio. Euro) gestiegen (Q1/19: 398,9 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern (EBITDA) stieg um 297 Prozent auf 13,1 Mio. Euro an (Q1/19: 3,3 Mio. Euro). Daraus ergibt sich eine EBITDA-Marge in Höhe von 1,4 Prozent (Q1/19: 0,8 Prozent). Unterm Strich verbleibt ein negatives Konzernergebnis von minus 38,0 Mio. Euro, das sind 3 Mio. Euro mehr als im Vorjahresquartal (Q1/19: -35 Mio. Euro). Gegenüber dem Jahresende hat sich die Bilanzsumme nur leicht erhöht. Dabei lag die Eigenkapitalquote bei 17,3 Prozent (31. Dezember 2019: 18,6 Prozent). Die Netto-Verschuldung betrug 156,4 Mio. Euro (31. März 2019: 110,3 Mio. Euro) und die auf den Konzernumsatz bezogene Working Capital-Quote belief sich auf minus 7,5 Prozent (31. März 2019: minus 1,5 Prozent).

Projekt-Installationen ziehen in Q1/20 deutlich an, Auftragsbestand klettert weiter
Der Umsatzanstieg ist vor allem auf die deutlich angestiegenen Errichtungszahlen im Segment Projekte zurückzuführen. Im ersten Quartal 2020 installierte die Nordex Group in 21 Ländern mit 269 Windenergieanlagen rd. 220 Prozent mehr Turbinen als im Vorjahresquartal (Q1/2019: 84). Die Leistung der installierten Windenergieanlagen ist um 245 Prozent auf insgesamt 899,2 Megawatt (MW) gestiegen (Q1/19: 260,9 MW).

In den ersten drei Monaten 2020 steigerte die Nordex Group ihren Auftragseingang im Segment Projekte (ohne Servicebereich) auf 1.643,9 MW (Q1/19: 1.035,1 MW) im Wert von Euro 1.184,6 Mio. (Q1/19: 810,2 Mio. Euro). Dabei war das Auftragsvolumen in Europa mit 1.292 MW besonders hoch und machte insgesamt knapp 79 Prozent aus. Auf Lateinamerika entfielen 352 MW bzw. 21 Prozent. Norwegen, Chile, Großbritannien, die Türkei und Finnland waren dabei die stärksten Einzelmärkte. Zum Ende des ersten Quartals 2020 verzeichnete die Nordex Group im Segment Projekte einen Auftragsbestand von 5,8 Mrd. Euro (31. März 2019: 4,4 Mrd. Euro) und im Segment Service von 2,6 Mrd. Euro (31. März 2019: 2,2 Mrd. Euro), so dass sich ein Gesamtauftragsvolumen mit einem Wert von 8,4 Mrd. Euro ergibt.

Prognose 2020 aufgrund von COVID-19 zurückgenommen
Angesichts der aktuellen Situation im Zuge der COVID-19-Pandemie und der Ungewissheit über ihren Fortbestand hat Nordex am 05. Mai 2020 die Prognose für das laufende Jahr zurückgenommen. Momentan sei nicht absehbar, wann eine neue Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2020 möglich ist, so der Windturbinen-Hersteller.

Aktie unter Druck
Die Investoren reagieren zurückhaltend auf die von Nordex vorgelegte Quartalsbilanz. Am gestrigen Handelstag (11.05.2020) gibt der Aktienkurs um 1,1 Prozent auf 7,47 Euro nach. Im heutigen Handel notiert die Aktie aktuell bei einem Minus von 3,7 Prozent auf 7,195 Euro leichter (12.05.2020; 11:54, Börse Stuttgart). Per saldo ergibt sich damit für die Nordex-Aktie seit Jahresanfang ein Minus von rd. 41 Prozent.


© IWR, 2020


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