Windbranche.de

Das Branchenportal rund um die Windenergie

IWR Reuters News Center RTL 103 0347 1280 256

Offshore Windenergie: Anhebung des Offshore-Ziels 2030 abgeschlossen

© Fotolia© FotoliaBerlin - Der Bund, die Küstenländer sowie die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) haben eine gemeinsame Offshore-Vereinbarung abgeschlossen und die Voraussetzung für eine Anhebung des Offshore-Ausbauziels bis 2030 geschaffen. Konkrete Meilensteine und Zeitpläne für alle Beteiligten sollen die Zielerreichung sicherstellen.

Mit der gestern (11.05.2020) zwischen Bund, Küstenbundesländern, ÜNB, der Bundesnetzagentur (BNetzA) und dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) getroffenen Offshore-Vereinbarung wird eine Vorgabe aus dem Klimaschutzprogramm 2030 vom Oktober 2019 umgesetzt. Damit ist die Grundlage für eine Anhebung des Offshore-Ausbauziels von 15 Gigawatt (GW) auf 20 GW bis zum Jahr 2030 gelegt. Eine verbindliche Vereinbarung mit den betroffenen Küstenländern sowie den ÜNB war Voraussetzung für die Anhebung des Offshore-Ziels auf 20 GW. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) begrüßt die jetzige Einigung.

Meilensteine und Zeitpläne sollen Erreichung des Ausbauziels gewährleisten
Im Nachgang zum Energieministertreffen in der vergangenen Woche (04.05.2020) konnten nun die letzten Arbeiten an der Offshore-Vereinbarung „Mehr Strom vom Meer – 20 Gigawatt Offshore-Windenergie bis 2030 realisieren“ abgeschlossen werden. Damit ist die Basis für die Anhebung des Offshore-Ziels von 15 GW auf 20 GW bis 2030 gelegt. Die Offshore Vereinbarung wurde zwischen dem Bundeswirtschaftsministerium sowie dem Präsidenten der BNetzA und der Präsidentin des BSH zusammen mit der Energieministerin und den Energieministern der Küstenländer sowie den Geschäftsführern der beteiligten ÜNB (50Hertz, Amprion und TenneT) geschlossen.

Mit der Vereinbarung verpflichten sich alle Beteiligten zu einer engen Zusammenarbeit, um die Offshore-Windenergie in der Nord- und Ostsee bis zum Jahr 2030 auf eine Kapazität von 20 GW auszubauen. Beschlossen wurden konkrete Meilensteine und Zeitpläne für alle Beteiligten. Diese sollen sicherstellen, dass die erforderlichen Planungs- und Genehmigungsschritte sowie der Bau der Anbindungsleitungen und der Offshore-Windparks Hand in Hand gehen. Die Zeitziele sollen künftig im Rahmen des Netzausbau-Controllings des BMWi regelmäßig überprüft werden. So soll gewährleistet werden, dass Verzögerungen frühzeitig aufgedeckt und Maßnahmen zur Korrektur schneller eingeleitet werden können.

Aufgabe des BSH ist es nun, bis Ende des Jahres den Flächenentwicklungsplan fortzuschreiben und die erforderlichen Flächen für 20 GW Windenergie auf See auszuweisen. Die BNetzA hat die für die Anbindung der neuen Windparks erforderlichen Anbindungsleitungen im Netzentwicklungsplan 2019 bereits bestätigt. Die Küstenländer wollen die Genehmigungsverfahren zeitnah abschließen und die ÜNB die Offshore-Anbindungsleitungen rechtzeitig in Betrieb nehmen, um einen reibungslosen Ausbau sicherzustellen.

BDEW begrüßt Offshore-Windenergie-Vereinbarung
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V: (BDEW) begrüßt die die Offshore-Vereinbarung. "Die Einigung ist eine gute Nachricht für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien. Es ist sehr wichtig, das Ausbau-Ziel zeitnah anzuheben, da die Planungen der erforderlichen Netzanschlüsse jetzt beginnen“, so Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Die rechtzeitige Netzanbindung sei mitentscheidend dafür, ob die Ausbauziele erreicht werden können oder nicht. Positiv ist aus Sicht des BDEW auch, dass künftig das BSH direkt zuständig sein soll für die Prüfung und Genehmigung von Flächen für den Bau von Offshore-Windparks. Diese Kompetenz lag bislang bei der Bundesnetzagentur. „Mit der Neuregelung könne das Verfahren zur Feststellung der Eignung von Offshore-Windpark-Flächen beschleunigt werden“, so die Einschätzung von Andreae. Erforderlich ist aus BDEW-Sicht allerdings eine Weiterentwicklung des Unterstützungsrahmens für die Windenergie auf See, um die Realisierungswahrscheinlichkeit signifikant zu erhöhen und das erhöhte Ausbauziel zu erreichen.

© IWR, 2020


Mehr Nachrichten und Infos aus der Regenerativen Energiewirtschaft
Finale Investitions-Entscheidung für Kaskasi Offshore-Projekt
Offshore-Windenergie Flächen: BSH veröffentlicht erstmals Entwürfe zur Eignungsprüfung
Offshore-Windenergie: Amprion beim Netzausbau schneller als geplant
Original PM: Deutsche Windtechnik übernimmt Turbinenservice der neu gestellten Senvion-Anlagen im Offshore-Windpark Trianel Windpark Borkum II
Firmen Profil: Deutsche Windtechnik AG
50Hertz Transmission GmbH sucht Teilprojektleiterin Tiefbau für die Höchstspannungskabel-Verbindung SuedOstLink (w/m/d)
Infotag: Infoveranstaltung Aserbaidschan: Solar- und Windenergie
50Hertz Transmission GmbH sucht Teilprojektleiterin Tiefbau für die Höchstspannungskabel-Verbindung SuedOstLink (w/m/d)

12.05.2020

 



Jobs & Karriere - Energiejobs.de
Veranstaltungen - Energiekalender.de

Pressemappen - mit Original-Pressemitteilungen