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IKEA und Amazon forcieren Ausbau erneuerbarer Energien

© IKEA Deutschland GmbH & Co. KG© IKEA Deutschland GmbH & Co. KGHofheim-Wallau / Seattle, USA - Die zum schwedischen Möbelkonzern IKEA gehörende Ingka Gruppe will zusätzlich 4 Mrd. Euro in erneuerbare Energien (EE) investieren. Auch Amazon hat vor wenigen Tagen einen deutlichen Ausbau des EE-Sektors angekündigt.

Mit den jetzt angekündigten Investitionen steigt das Gesamtvolumen von Ingka im Bereich erneuerbare Energien auf bis dato insgesamt 6,5 Milliarden Euro. Damit unternimmt der schwedische Möbelriese IKEA die nächsten Schritte in Richtung 100 Prozent erneuerbare Energien in der gesamten IKEA Wertschöpfungskette. Auch Amazon hat ehrgeizige Ziele zum Ausbau der erneuerbaren Energien und sieht sich dabei in einer Schlüsselrolle bei der weltweiten Umstellung von Unternehmen auf erneuerbare Energien.

Ingka: Fokus auf Wind- und Solar – Speicher-, Wasserstoff- und Ladeinfrastruktur-Investitionen in Prüfung
Die Ingka Gruppe betreibt im Rahmen des IKEA-Konzerns 374 Einrichtungshäuser in 30 Ländern und ist damit der weltweit größte Einrichtungseinzelhändler. Die Gruppe hat angekündigt zusätzliche 4 Milliarden Euro in erneuerbare Energien zu investieren. Neben dem EE-Ausbau und einer Beschleunigung des Übergangs in eine regenerative Zukunft soll die Investition dazu beitragen, die Klimabilanz des Unternehmens deutlich zu verbessern.

Der Schwerpunkt der Investitionen liegt auf neuen Wind- und Solarenergie-Projekten. Darüber hinaus prüft das Unternehmen Investitionsmöglichkeiten in Bereichen wie Energiespeicherung, Entwicklung von Wasserstoffkraftstoffen und Ladeinfrastruktur. Die Ingka Gruppe kündigte erst kürzlich den Erwerb eines 49-prozentigen Anteils an acht Solarparks in Russland an.

"Wir befinden uns in einem kritischen Jahrzehnt in der Menschheitsgeschichte. Der Klimawandel ist keine ferne Bedrohung mehr, sondern greifbare Realität. Wir alle müssen einen Beitrag leisten, um die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Wir wissen, dass wir mit den richtigen Investitionen die Auswirkungen auf unser gemeinsames Zuhause - unseren Planeten - eindämmen können, während wir gleichzeitig unser Geschäft zukunftssicher machen", so Jesper Brodin, CEO der Ingka Gruppe.

In den vergangenen zehn Jahren hat die Ingka Gruppe bereits 2,5 Milliarden Euro in erneuerbare Energiequellen wie Wind- und -Solarenergie investiert: Das Unternehmen erzeugt weltweit mehr erneuerbare Energie, als es verbraucht. Dies gilt auch für Deutschland, wo IKEA vier Windparks an Land und einen 25prozentigen Anteil an einem Offshore-Windpark besitzt. Hier werden jährlich bis zu 490 GWh Strom erzeugt. Gegenwärtig besitzt und betreibt die Ingka Gruppe 547 Windenergieanlagen, 10 Solarparks in 15 Ländern und 935.000 Solarmodule auf den Dächern der IKEA Einrichtungshäuser und Lager. Die gesamte installierte Leistung an erneuerbaren Energien beträgt damit mehr als 1,7 Gigawatt.

Amazon baut EE-Portfolio weltweit auf 8,5 GW aus
Auch Amazon hat einen weiteren Ausbau der regenerativen Energieerzeugungskapazitäten angekündigt. Geplant sind neun neue Großprojekte im Bereich Wind- und Solarenergie in den USA, Kanada, Spanien, Schweden und Großbritannien. Durch die neuen Projekte summiert sich das EE-Portfolio bei Amazon auf insgesamt 206 Projekte weltweit, darunter 71 große Wind- und Solarparks und 135 Solardächer auf Gebäuden und Geschäften weltweit. Die EE-Gesamtkapazität des Konzerns wird nach Amazon-Angaben nach Realisierung der neuen Projekte damit weltweit bei 8,5 GW liegen. Davon entfallen mehr als 2,5 GW auf Europa.

„Amazon erhöht weiterhin seine Investitionen in erneuerbare Energien als Teil der Bemühungen, die Ziele des Climate Pledge zu erfüllen - unsere Verpflichtung, bis 2040 CO2-neutral zu sein“, so Amazon Gründer und CEO Jeff Bezos. Mit den neuen Wind- und Solarprojekten sei Amazon jetzt der größte betriebliche Abnehmer von erneuerbaren Energien in Europa und weltweit. „Viele Teile unseres Unternehmens arbeiten bereits mit erneuerbaren Energien, und wir erwarten, dass wir bis 2025 ganz Amazon mit erneuerbaren Energien versorgen werden - fünf Jahre vor unserem ursprünglichen Ziel von 2030“, so Bezos weiter.


© IWR, 2021


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