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RWE mit Onshore-Wind- und Solar-Projekten in britischer Ausschreibung erfolgreich

© RWE © RWE Essen - RWE hat in der jüngsten Contracts for Difference (CfD) Auktion in Großbritannien den Zuschlag für neun Projekte im Bereich erneuerbare Energien erhalten. Trotz der Erfolge sieht der Essener Energiekonzern die Entwicklung des regenerativen Ausbaus in Großbritannien mit Blick auf die Ziele der britischen Regierung weniger positiv.

RWE hat sich in der jüngsten Contracts for Difference-Ausschreibung den Zuschlag für Wind an Land- und Solarprojekte mit einer Gesamtleistung von mehr als 450 Megawatt (MW) gesichert. Großbritanniens führender Stromerzeuger kritisiert aber, dass in der gesamten Ausschreibungsrunde kein Offshore-Wind-Vorhaben bezuschlagt werden konnte. RWE UK Country Chair Tom Glover geht davon aus, dass die Offshore-Ziele in Großbritannien ohne gezieltes Handeln der Regierung nun nicht mehr erreicht werden können.

RWE bereitet Bau seiner ersten britischen Solarprojekte vor
Die CfD-Zuschläge wurden RWE von der Low Carbon Contracts Company im Auftrag der britischen Regierung erteilt, nachdem RWE erfolgreiche Gebote für drei Onshore-, vier Solar- und zwei Solarprojekte mit Batteriespeicherung abgegeben hatte. Der inflationsindexierte Preis für die Onshore-Projekte liegt bei 52,29 GBP/MWh (rd. 60,9 Euro/MWh), für die Solarprojekte bei 47,00 GBP/MWh (rd. 54,8 Euro/MWh). Insgesamt haben die bezuschlagten RWE-Projekte eine Kapazität von mehr als 450 MW.

RWE verfolgt das Ziel, bis 2030 bis zu 15 Mrd. GBP (rd. 17,5 Mrd. GBP) in neue Infrastrukturen für saubere Energie in Großbritannien zu investieren. Dazu gehört auch der Bau der ersten großen Solarprojekte von RWE in Großbritannien nach der Übernahme von JBM Solar im vergangenen Jahr. Die ersten Projekte will RWE voraussichtlich noch in diesem Jahr in Angriff nehmen und 2024 vollständig fertigstellen.

Keine Offshore-Zuschläge: Fehlende Regierungs-Maßnahmen trotz Warnung der Branche enttäuschend
Im Hinblick auf die aktuelle Ausschreibungsrunde kritisiert RWE, dass keine Offshore-Windpark-Projekte bezuschlagt wurden. Aus RWE Sicht war es enttäuschend, dass die britische Regierung trotz deutlicher Warnungen der Branche im Vorfeld der Ausschreibungen keine Maßnahmen ergriffen hat, um die steigenden Kosten und die Herausforderungen in der Lieferkette anzugehen.

Bei RWE geht man nun davon, dass die Ambitionen Großbritanniens, die Offshore-Windkraft bis 2030 um das Fünffache zu steigern und bis 2035 ein Netto-Null-Energiesystem zu schaffen, ohne entschlossenes Handeln der Regierung wahrscheinlich nicht erreicht werden können.

"Wir freuen uns zwar über den Erfolg der Onshore- und Solartechnologien bei der diesjährigen Auktion, sind aber sehr besorgt darüber, dass keine Offshore-Windkapazitäten gesichert werden konnten. Angesichts der bemerkenswerten Ambitionen Großbritanniens im Bereich der sauberen Energie und der Netto-Null-Stromerzeugung ist es von großer Bedeutung, dass bei allen künftigen Auktionen die Möglichkeiten für den weiteren Einsatz kostengünstiger erneuerbarer Energien maximiert werden, einschließlich der Offshore-Windkraft sowie der Onshore-Wind- und Solartechnik“, so RWE UK Country Chair Tom Glover. „Unsere Branche braucht die Gewissheit stabiler, künftiger CfD-Auktionsrunden, die auf einer nachhaltigen Preisgestaltung, separaten Töpfen für Offshore-Windkraft und realistischen Annahmen basieren", so Glover weiter.

© IWR, 2023


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