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Vestas und Ørsted legen Zahlen für erstes Quartal 2024 vor - Vestas Aktie im Rückwärtsgang

© Vestas© VestasMünster – Mit Vestas und Ørsted haben zwei im regenerativen Aktienindex RENIXX World gelistete Unternehmen ihre Geschäftszahlen für das erste Quartal 2024 vorgelegt. Während die Aktie von Vestas heute Vormittag unter Druck gerät, kann sich die Ørsted-Aktie behaupten.

Vestas und Ørsted haben die Ergebnisse für das erste Quartal 2024 veröffentlicht. Beide Unternehmen verzeichnen einen deutlichen Umsatzrückgang. Nach einem Plus im Vorjahresquartal verbucht Vestas netto ein negatives Ergebnis. Bei Ørsted geht das Nettoergebnis zwar auch zurück, bleibt aber positiv. Mit Blick auf das Gesamtjahr sehen sich beide Unternehmen gut aufgestellt, die Prognose für 2024 behalten Vestas und Ørsted jeweils bei.

Vestas Umsatz rückläufig - Auftragseingang geht um 30 Prozent zurück
Vestas hat im ersten Quartal 2024 einen Umsatz von 2,681 Mrd. Euro erzielt, was gegenüber dem Vorjahreszeitraum einem Rückgang von 5,2 Prozent entspricht (Q1 2023: 2,829 Mrd. Euro). Zudem hat Vestas damit die Erwartungen der Analysten verfehlt, die im Mittel mit einem Umsatz von 2,99 Mrd. Euro gerechnet hatten. Das EBIT vor Sondereinflüssen belief sich auf minus 68 Mio. Euro, was einer negativen EBIT-Marge vor Sondereinflüssen von minus 2,5 Prozent entspricht. Per Saldo verzeichnet Vestas damit einen Nettoverlust von minus 75 Mio. Euro, nach einem Plus von 16 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Zu schaffen macht Vestas das weiterhin schwierige Marktumfeld, das durch hohe Zinsen und gestiegene Kosten gekennzeichnet ist. Nach einem starken vierten Quartal 2023 ist der Auftragseingang im ersten Quartal 2024 an festen und unbedingten Aufträgen für Windenergieanlagen auf 2.300 MW zurückgegangen, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Rückgang um 30 Prozent entspricht.

Der Wert des Auftragsbestandes für Windenergieanlagen belief sich zum 31. März 2024 auf 26,6 Mrd. Euro. Zusätzlich zum Auftragsbestand für Windenergieanlagen verfügte Vestas zum Ende des Quartals über Serviceverträge mit erwarteten zukünftigen vertraglichen Einnahmen in Höhe von 34,4 Mrd. Euro. Der Wert des kombinierten Auftragsbestandes für Windenergieanlagen und Serviceverträge belief sich somit auf 61,0 Mrd. EUR, was einem Anstieg um 10,3 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht.

Die Prognose für das Gesamtjahr wird beibehalten. Die Umsatzerlöse werden voraussichtlich zwischen 16 und 18 Mrd. EUR liegen, einschließlich der Serviceerlöse. Vestas erwartet eine EBIT-Marge vor Sondereffekten von 4 - 6 Prozent.

„Nach einem sehr starken Endspurt bis 2023 haben wir uns 2,3 GW an Aufträgen gesichert und gleichzeitig eine starke kommerzielle Disziplin beibehalten. Während wir unseren wachsenden Auftragsbestand abarbeiten und sowohl im Onshore- als auch im Offshore-Bereich liefern, sind wir weiterhin führend in der Branche und konzentrieren uns auf das Erreichen unserer finanziellen Ziele. Wir halten an unserer Prognose für 2024 fest“, so Vestas Präsident und CEO Henrik Andersen.

Die Vestas-Aktie steht im heutigen Börsenhandel am Vormittag unter Druck. Aktuell steht die Aktie mit einem Verlust von 5,39 Prozent bei 23,88 Euro.

Ørsted: Betriebsergebnis trifft Erwartungen - Ergebnis für Offshore-Standorte steigt um 18 Prozent
Besser aufgenommen werden die Zahlen des dänischen Energiekonzerns Ørsted, der heute den Zwischenbericht für das erste Quartal 2024 vorgelegt hat. Auch Ørsted verbucht gegenüber dem Vorjahresquartal einen deutlichen Umsatzrückgang, der mit einem Minus von 25 Prozent auf 19,168 Mrd. DKK höher ausfällt als bei Vestas (Q1 2023: 25,719 Mrd. DKK). Auch bei Ørsted hatten die Analysten im Mittel mit 25,703 Mrd. DKK einen deutlich höheren Umsatz erwartet. Als Ursache für den Umsatzrückgang nennt der Offshore-Windenergiespezialist hauptsächlich niedrigere Strompreise in allen Märkten. Das Betriebsergebnis (EBITDA) ohne neue Partnerschaften und Stornogebühren konnte Ørsted im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,6 Mrd. DKK auf 7,5 Mrd. DKK steigern. Die positive Entwicklung führt Ørsted auf einen 18-prozentigen Anstieg der Erträge der Offshore-Standorte zurück. Der Nettogewinn belief sich auf 2,609 Mrd. DKK und lag damit um 19 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums (Q1 2023: 3,202 Mrd. Euro).

"In diesem Quartal haben wir in unseren Regionen 7,6 GW an Offshore-Windkraftanlagen errichtet und mit dem Abschluss des Baus von Greater Changhua 1 und 2a in Taiwan und South Fork in den USA wichtige Meilensteine erreicht. Beide Windparks werden voraussichtlich im zweiten Quartal endgültig in Betrieb genommen. Wir konzentrieren uns weiterhin auf die Projektdurchführung und auf die Verringerung der Risiken, die sich aus den anhaltenden Herausforderungen der Lieferkette in der Branche ergeben“, so Ørsted CEO Mads Nipper.

Im Rahmen der strategischen Ausrichtung sieht Nipper wichtige Meilensteine erreicht. So wurde in den USA ein Anteil an vier Onshore-Windparks mit einer Gesamtleistung von 957 MW an Stonepeak veräußert. In Europa hat Ørsted zudem die Entscheidung getroffen, sein Frankreich-Geschäft im Bereich Onshore-Wind- und Solaranlagen an Engie zu verkaufen. „Wir bekräftigen unsere Prognose für das Jahr 2024 für ein EBITDA ohne neue Partnerschaftsvereinbarungen und Kündigungsgebühren von 23-26 Mrd. DKK sowie für Bruttoinvestitionen von 48-52 Mrd. DKK“, so Nipper weiter.

Die Ørsted-Aktie bewegt sich am heutigen Vormittag seitwärts und steht aktuell mit einem Kurs von 51,80 Euro minimal im Plus.

© IWR, 2024


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02.05.2024

 



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