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Bioenergie-Ausschreibung der Bundesnetzagentur: Biomasse stabil, Biomethan kehrt in den Markt zurück

© IWR© IWRBonn – Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat die Ergebnisse der Ausschreibungen für Biomasse- und Biomethananlagen zum Gebotstermin 1. April 2026 veröffentlicht. Insgesamt wurden Zuschläge für eine Leistung von rund 529 Megawatt (MW) erteilt. Während die Biomasseausschreibung unterzeichnet war, konnten erstmals seit 2022 wieder Biomethanprojekte erfolgreich berücksichtigt werden.

Biomasseausschreibung mit 491 MW Zuschlagsvolumen
Für Biomasseanlagen wurden bei einer ausgeschriebenen Menge von 727 MW insgesamt 494 Gebote mit einem Volumen von 637 MW eingereicht. Davon erhielten 388 Gebote einen Zuschlag mit einer Gesamtleistung von 491 MW. 29 Gebote wurden vom Verfahren ausgeschlossen. Damit wurden rund 80 Prozent des zugelassenen Gebotsvolumens bezuschlagt.

Die Zuschlagswerte liegen zwischen 12,05 ct/kWh und 19,38 ct/kWh, der mengengewichtete Durchschnitt beträgt 18,46 ct/kWh. Regional entfällt das größte Zuschlagsvolumen auf Bayern (123 MW), gefolgt von Niedersachsen (105 MW), Nordrhein-Westfalen (55 MW) und Schleswig-Holstein (47 MW).

„Bei der Biomasseausschreibung lag die eingereichte Gebotsmenge unterhalb des ausgeschriebenen Volumens, die Gebotswerte blieben dennoch weitgehend stabil“, sagt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur.

Biomethan erstmals seit 2022 wieder im Zuschlagsverfahren vertreten
Im Segment Biomethan wurden bei einer ausgeschriebenen Menge von 61 MW insgesamt sechs Gebote mit 38 MW eingereicht und vollständig bezuschlagt. Damit konnten erstmals seit der Ausschreibungsrunde im Oktober 2022 wieder Biomethanprojekte einen Zuschlag erhalten.

Die Zuschlagswerte bewegen sich zwischen 22,99 ct/kWh und 23,12 ct/kWh und liegen damit nahezu am von der Bundesnetzagentur für 2026 angehobenen Höchstwert von 23,13 ct/kWh. Die Änderungen basieren auf dem beihilferechtlich genehmigten Biomassepaket der Europäischen Kommission.

„Erstmals seit 2022 konnten wir wieder Biomethan-Projekten einen Zuschlag erteilen“, so Klaus Müller weiter.

Regional entfällt das größte Zuschlagsvolumen auf Sachsen (20 MW), gefolgt von Niedersachsen (7 MW), Nordrhein-Westfalen (6 MW) und Schleswig-Holstein (5 MW).

Bundesnetzagentur sieht stabile Marktentwicklung im Bioenergie-Segment
Die Bundesnetzagentur bewertet die Ergebnisse als Hinweis auf eine stabile Entwicklung im Bioenergiesektor trotz unterzeichneter Biomasseausschreibung. Die nächste Ausschreibungsrunde für Biomasseanlagen ist für den 1. Oktober 2026 vorgesehen, für Biomethananlagen für den 1. September 2026.

© IWR, 2026


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10.06.2026

 



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