The smarter E Europe 2026: Renewables 24/7 – Erneuerbare als tragende Säule der Energieversorgung
© Solar Promotion GmbHMünchen – Die Energiewirtschaft zeigt sich selbstbewusst: Auf der The smarter E Europe 2026 in München präsentierten mehr als 2.650 Unternehmen aus 52 Ländern Lösungen für eine rund um die Uhr gesicherte Stromversorgung aus erneuerbaren Quellen. Das Leitthema der diesjährigen Messeallianz lautete „Renewables 24/7".
Rund 105.000 Fachbesucher aus 163 Ländern informierten sich auf der The smarter E Europe über Technologien wie virtuelle Kraftwerke, Batteriespeicher, Ladelösungen für Elektrofahrzeuge, PV-Hybridanlagen und digitale Energiemanagementsysteme. Bereits vor Messebeginn diskutierten mehr als 3.000 Teilnehmende in vier Fachkonferenzen aktuelle Entwicklungen der Branche. Zum ersten Mal fand im Rahmen der Messe auch ein Hydrogen Dialogue Summit statt.
Strom aus Erneuerbaren heute deutlich günstiger als fossile Energien
Eine zentrale Botschaft der Messe: Erneuerbare Energien sind wirtschaftlich konkurrenzfähig. In Deutschland stammen bereits rund 60 Prozent des Stroms aus regenerativen Quellen, während fossile Energieimporte das Land nach Angaben der Veranstalter jährlich rund 80 Milliarden Euro kosten. Die Sonderschau „Renewables 24/7 – Secure Energy for a Changing World" war eines der Top-Highlights der Messe. Sie zeigte anschaulich, dass das Energiesystem der Zukunft ein völlig anderes ist: elektrischer, dezentraler, digitaler und flexibler. Anhand konkreter Beispiele wurde deutlich, welche Rolle dabei Gebäude, Elektrofahrzeuge und intelligente Netzsteuerung spielen können.
„The smarter E Europe und die Sonderschau Renewable 24/7 zeigten, dass die Energiewende vor allem eines braucht: Flexibilität. Nur wenn wir Strom intelligent speichern, steuern und genau dann nutzen, wenn er besonders günstig und grün ist, schaffen wir ein Energiesystem, das für Kundinnen und Kunden bezahlbar und noch gut fürs Netz ist", sagte Bastian Gierull, CEO von Octopus Energy Germany GmbH. Er verwies zudem auf die wachsende Bedeutung von Elektroautos und bidirektionalem Laden als flexible Speicher im Stromsystem.
Politische Rückendeckung und wirtschaftliche Einordnung
Die Messe verzeichnete auch eine hohe politische Präsenz. Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, betonte in einem Grußwort, dass es beim Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland längst nicht mehr nur um Klimaschutz gehe, sondern auch um rund 440.000 Arbeitsplätze, wirtschaftliche Resilienz und nationale Sicherheit. Der Bayerische Staatsminister Hubert Aiwanger eröffnete den erstmals ausgerichteten Hydrogen Dialogue Summit.
„Fossile Energien sind ein Auslaufmodell, den Erneuerbaren gehört ganz klar die Zukunft. An den drei Messetagen haben wir mit praktischen Beispielen und wissenschaftlichen Fakten belegt, dass sie für Zuverlässigkeit, Resilienz und Effizienz stehen und wirtschaftlich vernünftig sind", erklärte Markus Elsässer, Gründer und Geschäftsführer der Solar Promotion GmbH.
Energiewende: Akzeptanz in der Gesellschaft vorhanden
Eine Paneldiskussion auf der Messe befasste sich mit der Frage, ob die Energiewende nur im Kopf scheitert. Das Fazit der Runde: In weiten Teilen der Gesellschaft ist der Umbau des Energiesystems längst akzeptiert und gewollt. Eine Blockade drohe derzeit weniger aus der Bevölkerung heraus, sondern eher „in Teilen der politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsstrukturen“. Durch die Sonderschau führte Dr. Tim Meyer, Energieexperte und Buchautor, der sich seit Jahren mit der Transformation des Energiesystems beschäftigt. Er warnte dabei vor den Folgen für den Wirtschaftsstandort Deutschland: „Diese Revolution können wir nicht aufhalten und müssen all die Chancen nutzen, die uns die Aussteller aufgezeigt haben. Sonst wird Deutschland als Wirtschaftsstandort vom internationalen Wettbewerb überrollt."
Die nächste The smarter E Europe findet vom 8. bis 10. Juni 2027 auf der Messe München statt.
© IWR, 2026
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