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Energie- und Verkehrswende: Verband sieht Energiewirtschaft auf Wachstumskurs

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Berlin - Nach Jahren heftiger politischer Debatten und massiver Umbrüche kann die Energiebranche nach Einschätzung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) wieder zur Wachstumsbranche werden. Zur positiven Stimmung passe, dass laut einer Branchen-Umfrage von BDEW und Ernst & Young fast drei Viertel der Unternehmen für 2019 gute oder sehr gute Geschäfte erwarten, so der BDEW. Dieser Wert liegt um 11 Prozentpunkte über dem Vorjahr. Die Zahl stammt aus der Stadtwerke-Studie 2019, die auf dem BDEW-Kongress Anfang Juni 2019 veröffentlicht wird. Als Gründe für die positive Einschätzung nennen die befragten Unternehmen auch zusätzliche Einnahmen aus neuen Angeboten und Leistungen.

Um das Ziel von 65 Prozent Erneuerbare Energien bis 2030 zu erreichen, müssen zusätzlich zu den 120 GW aktueller EE-Leistung noch 100 GW zusätzlich errichtet werden. 2022 ist die Atomenergie bereits Geschichte, 2038 soll das letzte Kohlekraftwerk den Markt verlassen. Damit müssen innerhalb von knapp 20 Jahren 50 Gigawatt gesicherte Leistung aus dem System genommen und durch Windenergie und Solaranlagen, Speicher sowie klimafreundliche Gaskraftwerke ersetzt werden.

Ein Zukunftsmarkt ist die Elektromobilität. Mit einer wachsenden Zahl an E-Fahrzeugen wächst der Bedarf an Ladesäulen, es wächst die Nachfrage nach verbraucherorientierten Komplettlösungen. So kommen Strombezug (inkl. unterschiedlicher Tarife), Elektrofahrzeugpark und Ladesäulenmanagement aus einer Hand.

Weiteres Potenzial für zukünftiges Wachstum sieht der BDEW in der Power-to-Gas Technologie. Die Nachfrage nach solchen Technologien, die eine verlässliche und stabile Rund-um-die Uhr-Nutzung von grünem Strom in allen Sektoren ermöglichen, werde steigen. Mit Power-to-Gas gibt es bereits eine solche Technik. Sie kann zudem zur Stabilisierung der Stromnetze beitragen. Annahmen zu Potenzialen bis 2030 aus verschiedenen Studien zeigen große Bandbreiten, z.B. 2-3 GW PtG-Kapazitäten (NEP 2030) bis 15 GW (dena Leitstudie).

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09.05.2019