Infrastruktur: KfW steigt beim Netzbetreiber 50Hertz ein
Frankfurt - Die KfW-Bank erwirbt im Auftrag der Bundesregierung von der belgischen Elia System Operator SA - nach Ausübung eines zwischen der belgischen Elia und der australischen IFM bestehenden Vorkaufsrechts - 20 Prozent der Anteile an Eurogrid International CVBA. Auslöser ist das Bestreben des chinesischen Staatskonzerns SGCC, beim Netzbetreiber 50Hertz einsteigen zu wollen. Die Chinesen wollten den zum Verkauf stehenden 20-Prozentanteil an 50Hertz vom australischen Infrastrukturfonds IFM übernehmen.
Eurogrid International CVBA hält mittelbar 100 Prozent am deutschen Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz. Die KfW führt diese Transaktion im Auftrag der Bundesregierung durch ("Zuweisungsgeschäft"). Chancen und Risiken der Transaktion liegen beim Bund. Die KfW übernimmt keine unternehmerische oder strategische Verantwortung für die durchgeführte Maßnahme. Die Wahrnehmung von Beteiligungsrechten erfolgt durch die Bundesregierung.
Der Netzbetreiber 50Hertz begrüßt den Einstieg der KfW-Bank. Boris Schucht, Vorsitzender der Geschäftsführung: "Der Einstieg der KfW als Minderheitsgesellschafter bei der 50Hertz-Holdinggesellschaft Eurogrid zeigt, wie elementar wichtig das Übertragungsnetz als Teil der kritischen Infrastruktur unseres Landes ist. Dieses Engagement ist auch ein starkes Bekenntnis der Bundesregierung zur Energiewende in Deutschland, das wir sehr begrüßen. Danken möchte ich unseren bisherigen Anteilseignern Elia und IFM, die uns seit 2010 immer konstruktiv unterstützt haben und uns stets partnerschaftlich zur Seite standen. Künftig wollen wir auch mit neuer Eigentümerstruktur als Teil einer starken Elia Group unseren Weg für eine erfolgreiche Energiewende in Deutschland und Europa fortsetzen.“
© IWR, 2026
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27.07.2018


