Joint Venture: Trianel und Stadtwerke Hamm gründen Wasserstoffzentrum
Hamm - Der Energieversorger Trianel und die Stadtwerke Hamm haben ein Joint Venture gegründet. Das Ziel ist es, auf dem Gelände des Trianel Gaskraftwerks Hamm-Uentrop bis 2024 eine Erzeugungsanlage für Wasserstoff zu errichten.
Mit der Gründung der Projektgesellschaft Wasserstoffzentrum Hamm GmbH & Co. KG soll die Umsetzung dieses Projektes geprüft und auf den Weg gebracht werden, teilten Trianel und die Stadtwerke Hamm mit.
Zunächst sollen 30 neue Wasserstoffbusse der Stadtwerke Hamm und bis zu 20 Abfallsammelfahrzeuge der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung (ASH) Hamm mit Wasserstoff versorgt werden. Dafür ist der Bau einer bis zu 20 MW großen Elektrolyseanlage auf dem Kraftwerkstandort Uentrop anvisiert.
Im Wasserstoffzentrum ist vorgesehen, dass erneuerbarer Strom aus dem Nordseeraum sowie aus regionalen PV-Anlagen zum Einsatz kommen. Zahlreiche lokale Unternehmen haben nach Angaben der Initiatoren bereits ihr Interesse signalisiert, die Produkte der Elektrolyse in ihrem Betrieb zum Einsatz zu bringen. Auch der Einsatz in der anliegenden Gasinfrastruktur und die Möglichkeit zur Rückverstromung im anliegenden Trianel-Gaskraftwerk stellt eine Option dar.
Das Wasserstoffzentrum Hamm ist Teil einer umfassenden Strategie lokaler und regionaler Akteure, um den Industriestandort Hamm zu stärken und den Klimaschutz vor Ort voranzutreiben. Die Stadt Hamm, die Stadtwerke Hamm und Trianel sind sich einig, dass ein Wasserstoffcluster entstehen soll. Die Grundlagen dafür werden bis Anfang 2022 in einer Begleitstudie unter Beteiligung der Universität Duisburg-Essen, der Hochschule Weserbergland und der Hochschule Hamm-Lippstadt festgelegt. Die Ergebnisse der Studie zum Wasserstoffcluster sollen auch weiteren Städten und städtischen Trägern zur Verfügung gestellt werden.
© IWR, 2026
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24.09.2021


