Post EEG-Lösung: Eurosolar bringt vergütungsfreie Einspeisung ins Spiel
Bonn - Ende dieses Jahres endet für die ersten Photovoltaik-Anlagen die feste Einspeisevergütung im Rahmen des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG).
Bislang ist keine gesetzliche Anschlussregelung in Sicht. Dafür gibt es aus verschiedenste Vorschläge zum wirtschaftlichen Weiterbetrieb der Anlagen. Auch von Eurosolar gibt es einen Vorschlag, von der alle Stromverbraucher profitieren sollen.
Eurosolar schlägt eine Ergänzung des EEGs um eine Regelung vor, die es den Altanlagen auch nach dem Ausscheiden aus der Vergütung erlaubt, weiterhin am öffentlichen Netz betrieben zu werden und Strom nach Bedarf einzuspeisen. Die Anlagenbetreiber bekommen dafür allerdings keine Vergütung, die Netzbetreiber erhalten den Strom damit kostenlos. Um die unvergütete Einspeisung aus Sicht des Anlagenbetreibers attraktiv zu gestalten, fordert Eurosolar eine Anpassung der Rahmenbedingungen. Dazu gehören:
- Verzicht auf einen Zähler: So spart der Anlagenbetreiber jährlich bis zu 100 Euro für den zusätzlichen Messstellenbetrieb mit einem SmartMeter. Der 20 Jahre alte Einspeisezähler für die Abrechnung der EEG-Vergütung wird nicht mehr benötigt, weil Überflussstrom umsonst eingespeist wird.
- Die Wechselrichter der PV-Anlagen müssen zum Zweck der Eigenstromnutzung auf das hausinterne Netz umgeklemmt werden. Der Wechselrichter hängt dann hinter dem Verbrauchszähler, der mit Rücklaufsperre weiter funktioniert wie bisher, ohne dabei den eingespeisten Strom zu berücksichtigen.
- Um das Verteilnetz weiter zu entlasten, sollte zusätzlich die Installation von Speichern mit Fördermitteln angereizt werden. Batteriespeicher, Wärmepumpen, Heizstäbe, die Heizungswasser erwärmen, Infrarotheizungen oder Ladestationen für E-Autos und E-Bikes gehören hierzu. Durch Optimierungsmaßnahmen in Hinblick auf die technische Ausstattung und den Stromverbrauch der Prosumer lässt sich eine Eigenstromnutzung von mehr als 95 Prozent erreichen.
© IWR, 2026
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02.09.2020




