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Rekordaufträge: Siemens Gamesa mit schwachen Zahlen - hoher Auftragsbestand stützt

© Siemens Gamesa Renewable Energy© Siemens Gamesa Renewable Energy

Zamudio - Der Windkraftanlagen-Hersteller Siemens Gamesa hat enttäuschende Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt, das am 30. September 2020 endete. Siemens Gamesa musste einen Umsatzrückgang in Höhe von 7,3 Prozent auf 9,483 Mrd. Euro hinnehmen. Das Ergebnis (EBIT) vor PPA und vor Integrations- und Restrukturierungskosten beträgt -233 Mio. Euro, was einer Marge von -2,5% entspricht. Der Nettoverlust beläuft sich auf satte 918 Mio. Euro.

Das Ergebnis spiegelt nach Angaben von Siemens Gamesa die anhaltende Verlangsamung auf dem indischen Markt und Kostenüberschreitungen bei der Projektausführung in Nordeuropa wider, die durch die Auswirkungen von Covid-19 noch verstärkt wurden.

Das Management unter Leitung des neuen CEO Andreas Nauen will den Turnaround im Onshore-Geschäft schaffen und das profitable Wachstum im Offshore- und Dienstleistungsgeschäft aufrechterhalten. Im Offshore-Sektor meldet Siemens Gamesa die Fertigstellung des 500. Maschinenhauses in Cuxhaven. Die Fabrik wurde 2017 eröffnet und hat 2018 den Regelbetrieb aufgenommen. Die 500. Turbine wird zusammen mit 164 weiteren SG 8.0-167 DD im größten Offshore-Windkraftwerk Großbritanniens, Hornsea 2, installiert.

Basis für die Zukunft ist der hohe Auftragsbestand. Zusammen mit dem geografisch breit gefächerten Auftragsbestand von insgesamt 30,2 Mrd. Euro verfügt Siemens Gamesa nach eigenen Angaben über eine solide Liquiditätsposition mit 4,2 Mrd. Euro an Finanzierungslinien, von denen nur ca. 1,1 Mrd. Euro in Anspruch genommen wurden und eine solide Bilanz zum Jahresende mit einer Nettoverschuldung von lediglich 49 Mio. Euro.

Die im globalen Aktienindex RENIXX World gelistete Siemens Gamesa Aktie gibt im heutigen Handel (06.11.2020) um rd. 5 Prozent auf 25,50 Euro nach.

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06.11.2020