Risikobewertung: Einheitliche Standards für Eisabwurf an Windkraftanlagen entwickelt
Hamburg - Bei kühler und nasser Witterung kann sich eine Eisschicht auf den Rotorblättern von Windkraftanlagen bilden und zur potentiellen Gefährung führen. Bisher gab es allerdings noch keine weltweit einheitlichen Bewertungsmaßstäbe oder Vorgehensweisen. Das hat sich jetzt geändert.
Für die Internationale Energieagentur (IEA) Wind im Oktober 2018 erstmals ein einheitlicher Standard für Risikobewertungen von Eisabfall und Eisabbwurf erarbeitet und veröffentlicht worden. An der Richtlinie "Internationale Empfehlungen für Risikobewertungen von Eisabfall und Eisabwurf" mitgewirkt haben die Energiewerkstatt e.V., Enercon - WRD Management Support GmbH, TÜV Süd Industrie Service GmbH, Kjeller Vindteknikk AS, Renewable Energy Systems Ltd, Meteotest AG, Fluid & Energy Engineering GmbH & Co. KG und TÜV Nord EnSys GmbH & Co. KG.
„Zum ersten Mal wurde das gesammelte Wissen zu diesem Thema zusammengetragen und eine international einheitliche und transparente Bewertung der Risiken entwickelt“, sagt Silvio Konrad, verantwortlicher Geschäftsführer für den Energiesektor im Geschäftsbereich Industrie Service bei TÜV Nord. Nach Ansicht von Konrad ist die Richtlinie "ein großer Meilenstein."
In dem im Oktober 2018 von der IEA Wind nun veröffentlichten Dokument werden Konzepte zur Risikobewertung sowie Maßnahmen zur Risikominderung gebündelt und eine internationale Standardreferenz zur Risikobeurteilung zum Thema Eisabwurf und Eisabfall von Windenergieanlagen geschaffen. Damit lässt sich nach Einschätzugn des TÜV Nord die Sicherheit von Personen besser gewährleisten.
© IWR, 2026
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11.02.2019



