US-Regierung schiebt Wasserstoff-Markt an: Thyssenkrupp Nucera erhält 50 Millionen US-Dollar für Elektrolyse-Massenproduktion
Houston - Das US-Energieministerium (DOE) hat den Wasserstoff-Spezialisten Thyssenkrupp Nucera USA Inc. für einen Zuschuss in Höhe von 50 Mio. US-Dollar im Rahmen des Infrastrukturgesetzes (IRA) ausgewählt. Mit dieser Finanzierung durch die US-Regierung im Rücken will Thyssenkrupp Nucera seine Präsenz auf dem nordamerikanischen Wasserstoffmarkt weiter ausbauen.
Thyssenkrupp Nucera will großtechnische Anlagen zur alkalischen Wasserelektrolyse (AWE) gemeinsam mit seinem langjährigen Partner De Nora Innovationen entwickeln, um eine automatisierte Herstellung von AWE-Produktionslinien im Gigawatt-Maßstab für Kunden in den Vereinigten Staaten zu ermöglichen. Damit wird das 20-MW-Modul Scalum® von Thyssenkrupp Nucera nicht nur in Europa, sondern auch im und für den amerikanischen Markt in Massenproduktion gefertigt, teilte das Unternehmen mit.
„Der Übergang der Zellfertigung von manueller Arbeit zu einer automobilähnlichen Massenproduktion, die mehrere GW-Projekte pro Jahr bedienen kann, wird der Schlüsselfaktor für die beste Positionierung unseres Unternehmens in den USA sein. Derzeit sind wir dabei, den idealen Standort für dieses Projekt auszuwählen, um in der Nähe unserer Kunden zu sein, den starken US-Arbeitsmarkt zu nutzen und uns als Teil der lokalen Gemeinschaft zu integrieren“, sagt Dr. Werner Ponikwar, CEO von Thyssenkrupp Nucera.
Die Gesetzgebung des Energieministeriums stellt laut Thyssenkrupp Nucera mit 750 Mio. USD die erste bedeutende Bundesfinanzierung von Elektrolysetechnologien dar. 52 Projekte in 24 Bundesstaaten werden gefördert, um die Kosten für sauberen Wasserstoff drastisch mit dem Ziel zu senken, die amerikanische Führungsrolle in der wachsenden Wasserstoffindustrie zu stärken.
Mit über 50 Jahren Erfahrung in hocheffizienten Elektrolysetechnologien und dem weltweit größten Auftragsbestand an AWE-Industrieprojekten – darunter First-Mover-Projekte wie Neom in Saudi-Arabien und H2 Green Steel in Schweden – macht Thyssenkrupp Nucera nun nach eigenen Angaben einen wichtigen Schritt in Richtung der Realisierung von Großprojekten in den USA.
© IWR, 2026
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18.03.2024


