Wind an Land-Ausbau: BWE kritisiert ausbleibende Ergebnisse der Mai-Ausschreibung
Berlin - Auch acht Wochen nach der Wind an Land-Ausschreibungsrunde mit Gebotstermin 1. Mai 2024 hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) die Ergebnisse noch nicht veröffentlicht. Der Bundesverband Windenergie (BWE) kritisiert die lange Wartezeit.
“Das fortgesetzte Ausbleiben der Ausschreibungsergebnisse zwei Monate nach dem Gebotsstichtag ist unhaltbar. Die Unternehmen sind auf die zeitnahe Bekanntgabe der Ergebnisse angewiesen. Deren Ausbleiben blockiert die Vergabe von Aufträgen und Bestellungen und führt somit zu einer Verzögerung der Projektrealisierung“, kritisiert BWE-Präsidentin Bärbel Heidebroek.
Die Wartezeit für die Bekanntgabe der Ergebnisse hat sich in den vergangenen Jahren immer weiter erhöht. Mit acht Wochen ist nun ein neuer Höchstwert erreicht, so der BWE.
„Die Bundesnetzagentur muss hier dringend gegensteuern und sich auch perspektivisch auf weiter zunehmende Ausschreibungsteilnahme einstellen. Die projektierenden Unternehmen brauchen schnelle Entscheidungen und nicht Wartezeiten von mehreren Wochen oder Monaten”, so Heidebroek weiter.
Neben der schleppenden Bezuschlagung künftiger Projekte hat auch die Inbetriebnahme von neuen Projekten im laufenden Jahr 2024 in den ersten fünf Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an Dynamik eingebüßt. Von Januar bis Mai 2024 wurden nach einer aktuellen IWR-Auswertung Onshore in Deutschland Windturbinen mit einer Leistung von 1.085,4 MW neu in Betrieb genommen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Rückgang von 11,5 Prozent (Jan-Mai 2023: 1.226,5 MW). Offshore wurden in diesem Jahr von Januar bis Mai bislang Windenergieanlagen mit einer Leistung von 222,3 MW neu in Betrieb genommen, was in etwa dem Vorjahresniveau entspricht (Jan-Mai 2023: 228,6 MW). On- und Offshore ergeben sich damit von Januar bis Mai 2024 Neuinbetriebnahmen mit einer Gesamtleistung von 1.307,7 MW (Jan-Mai 2023: 1.455,1 MW).
© IWR, 2026
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