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Warum NRW bei der Windenergie durchstarten kann

Düsseldorf – Das Warten in Nordrhein-Westfalen hat ein Ende. Nach langem Vorlauf ist der neue Landesentwicklungsplan NRW in Kraft getreten. Damit verfügt NRW über eine verbindliche Handlungsgrundlage für die Energiewende vor Ort.

Der neue Plan ist insbesondere für die Windenergiebranche im Land von großer Bedeutung. Der Landesverband Erneuerbare Energien in NRW zeigte sich grundsätzlich zufrieden mit dem neuen Landesentwicklungsplan (LEP), äußerte aber auch Kritik.

Neuer Landesentwicklungsplan in Kraft
Die Energiewende braucht Planungssicherheit, die nun in NRW geschaffen wurde. Nach mehr als vier Jahren Planungszeit hat das bevölkerungsreichste Bundesland den wichtigen neuen LEP verabschiedet. Mit der Veröffentlichung im Gesetzblatt am 25.01.2017 trat der LEP offiziell in Kraft. Der neue Plan hat Auswirkungen auf alle Formen der regenerativen Energieerzeugung in NRW.

Landesverband Erneuerbare Energien NRW: Keine Ausreden mehr

Der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) äußerte sich bereits zum neuen LEP. Jan Dobertin, Geschäftsführer des LEE NRW: „Grundsätzlich können wir sagen: Was lange währt, wird endlich gut. Mit dem LEP haben wir einen verlässlichen Plan für den weiteren Ausbau der Windenergie.“ Für die Bezirksregierungen sei es nun an der Zeit, mit Hochdruck die Regionalplanung voranzutreiben. Es gäbe jetzt „keine Ausreden“ mehr, so Dobertin. Auch wenn der Landesverband den neuen LEP grundsätzlich positiv bewertet, gibt er sich auch kritisch. Insbesondere Regelungen, die Gemeinden an der Ausweisung von Sondergebieten und somit am Ausbau von Biogasanlagen hindern, beanstandet der Verband. Eine strategische Sektorenkopplung und effiziente Wärmeversorgung durch Biogas würde damit faktisch verhindert. Dies würde besonders im ländlichen Raum zur Vernachlässigung von Wertschöpfungspotenzialen führen und zukunftsfähige Arbeitsplätze gefährden.

Landesentwicklungsplan wichtig für Windindustrie
Das abschließende Fazit des LEE NRW zum neuen LEP bleibt jedoch positiv. Besonders die geplanten Flächenkulissen für den Windenergie Ausbau würden Planungssicherheit schaffen. Insgesamt soll in NRW eine Fläche von 54.000 Hektar für die Stromgewinnung aus Windenergie festgelegt werden. Der Verband mahnt die Behörden an, die Regelungen des neuen LEP umgehend umzusetzen und Vorranggebiete für Windenergie in den im LEP geplanten Größenordnungen auszuweisen. Andernfalls drohe eine unnötige Verzögerung der Energiewende in NRW. Erklärtes Ziel der Landesregierung ist, im Jahr 2025 30 Prozent des Strombedarfs in NRW aus erneuerbaren Energien zu decken. Eine Verzögerung der Energiewende könnte dieses Ziel gefährden.

© IWR, 2017

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07.02.2017

 



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