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Polnische Energiekonzerne forcieren Ausbau der Offshore-Windenergie

© PGE / PKN Orlen-Gruppe© PGE / PKN Orlen-GruppeWarschau - Die beiden größten polnischen Energieunternehmen haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um gemeinsam die Offshore-Windenergie in Polen voranzubringen. Neben den energiewirtschaftlichen Optionen haben die beiden Konzerne auch die industriewirtschaftlichen Effekte im Blick.

Der staatliche polnische Energieversorger PGE und die bislang vor allem in der Mineralölindustrie und als Tankstellenbetreiber tätige PKN Orlen-Gruppe wollen künftig bei der Entwicklung ihrer Offshore-Projekte in der polnischen Ostsee zusammenarbeiten. Durch die Kooperation sollen Synergieeffekte genutzt werden und die Entwicklung der Offshore-Windenergie in Polen unter energie- und industriewirtschaftlichen Gesichtspunkten beschleunigt werden.

Kooperation zur Beschleunigung des Offshore-Ausbaus in Polen
Die PGE-Gruppe und die PKN Orlen-Grupp wollen künftig gemeinsam die Offshore-Windenergie in Polen ausbauen. Durch die Bündelung von Know-how wollen die beiden Unternehmen eine sichere Energiewende in Polen und den schrittweise Übergang zu einer CO2-armen Wirtschaft unterstützen. Gleichzeitig soll die Kooperation auch dazu beitragen, dass die polnische Wirtschaft von der Offshore-Windenergie profitiert. Ziel ist es, den Anteil der polnischen Lieferanten und Auftragnehmer zu maximieren. Er hoffe, dass der Ausbauprozess der Offshore-Windenergie durch die Nutzung von Synergieeffekten so schnell wie möglich erfolgen könne, so Henryk Baranowski, Vorstandsvorsitzender der PGE Polska Grupa Energetyczna.

PGE und PKN Orlen setzen weiter auf strategische Partner
Trotz der Zusammenarbeit suchen beide Unternehmen weiterhin internationale strategische Partner, die sich an der Vorbereitung, dem Bau und dem Betrieb ihrer Offshore-Konzessionen in der Ostsee beteiligen. PGE Baltica, die für die Umsetzung des Offshore-Programms in der PGE Capital Group verantwortliche Gesellschaft, will bis 2030 Offshore-Windpark mit einer Gesamtleistung von 2.500 Megawatt (MW) bauen, was ihr eine führende Position auf dem polnischen Offshore-Windenergiemarkt verschaffen würde. Derzeit koordiniert das Unternehmen drei Offshore-Windenergie-Projekte, Baltica 1 (EWB1) sowie die am weitesten fortgeschrittenen Projekte Baltica 2 (EWB2) und Baltica 3 (EWB3). Baltica 2 hat im Januar 2019 einen Vorschlag der PSE für den Anschluss über 1.500 MW erhalten, Baltica 3 verfügt über einen Anschlussvertrag über 1.000 MW. „Wir setzen den Prozess der Partnerwahl fort und planen, ihn bis Ende des Jahres abzuschließen“, so Monika Morawiecka, Präsidentin von PGE Baltica.

Auch Baltic Power, verantwortlich für das Offshore-Windenergieprojekt bei PKN Orlen, verfolgt die eigenen Offshore-Aktivitäten des Konzerns weiter. Anfang dieses Jahres wurde mit Umwelttests und Messungen der Windverhältnisse im Bereich der von PKN Orlen gehaltenen Konzession begonnen. Ziel ist es, die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für den Bau eines Offshore-Windparks mit einer Kapazität von 1.200 MW zu ermitteln.

Offshore Windenergie - wichtiger polnischer Baustein zur Erreichung der EE-Ziele
Der Ausbau der Offshore-Windenergie steht im Einklang den Zielen der polnischen Energiepolitik bis zum Jahr 2040. Die Offshore Windenergie wird als eines der wichtigsten Instrumente für das Erreichen der Ziele für erneuerbare Energien bezeichnet. Die PGE Group hat bereits damit begonnen, ihre Stromerzeugungsquellen zu diversifizieren, um die CO2-Emissionen zu reduzieren. Als größter Produzent grüner Energie in Polen besitzt das Unternehmen derzeit 14 Onshore-Windparks, 29 Wasserkraftwerke, 4 Pumpspeicherwerke und eine Photovoltaikanlage am ?ar-Berg. Die installierte Gesamtkapazität dieser Anlagen liegt bei fast 2.200 MW.

© IWR, 2019


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