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Vestas steigert Umsatz in Q1 deutlich, EBIT im Minus, Auftragsbestand auf Allzeithoch

© Vestas© VestasAarhus, Dänemark - Vestas hat die aktuellen Geschäftszahlen für das erste Quartal 2020 (Q1 2020) veröffentlicht. Während der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen ist, rutscht das EBIT ins Minus. Die Investoren reagieren zurückhaltend.

Der dänische Windenergieriese Vestas aus Dänemark hat den Umsatz im ersten Quartal 2020 auf über 2 Milliarden Euro (Mrd. Euro) steigern können. Der Auftragsbestand erreicht ein neues Allzeithoch. Der RENIXX-Konzern sieht sich insgesamt im Plan, aufgrund der Unsicherheiten im Zuge der Covid-19-Pandemie setzt Vestas seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr aber bis auf Weiteres aus.

Vestas Q1 Zahlen 2020: Umsatz steigt um 30 Prozent, EBIT geht um 97 Millionen Euro zurück
Vestas hat im ersten Quartal 2020 einen Umsatz von 2,235 Mrd. Euro erzielt. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist ein das Anstieg von 29 Prozent (Q1 2019: 1,73 Mrd. Euro). Das EBIT vor Sondereinflüssen ist negativ und ging um 97 Millionen Euro (Mio. Euro) auf - 54 Mio. Euro zurück. Das führt zu einer EBIT-Marge vor Sondereinflüssen von -2,4 Prozent, verglichen mit 2,5 Prozent im ersten Quartal 2019.

Der Auftragseingang von Vestas lag im ersten Quartal 2020 im Segment Windenergieanlagen (WEA) bei einer Gesamtleistung von 3.311 Megawatt (MW) (Q1 2019: 3.004 MW). Insgesamt erreicht der WEA-Auftragsbestand zum 31. März 2020 eine Gesamtleistung von 22.049 MW und ein Volumen von 15,9 Mrd. Euro (Q 1 2019: 17.175 MW, 13,3 Mrd. Euro). Neben dem Auftragsbestand für Windenergieanlagen verfügte Vestas Ende März 2020 über Serviceverträge mit einem erwarteten vertraglichen Umsatz von 18,2 Mrd. Euro (Q1 2019: 15,0 Mrd. Euro). Der Wert des kombinierten Auftragsbestands für Windenergieanlagen und Serviceverträge erreicht damit ein Gesamtvolumen von 34,1 Mrd. Euro, was einer Steigerung um etwa 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und einem neuen Allzeithoch entspricht (31.03.2019: 28,3 Mrd. Euro).

Vestas setzt Jahresprognose wegen Covid-19 weiter aus, Neuer Auftrag aus China
Aufgrund der anhaltenden Ungewissheit hinsichtlich der vollen Auswirkungen der Corona-Virus-Krise setzt Vestas die Prognose für 2020 zunächst weiter aus. Vestas hält es nach gegenwärtiger Einschätzung allerdings weiterhin für möglich, die ursprüngliche Prognose für Umsatz und EBIT-Marge vor Sondereinflüssen zu erfüllen. Da der Schwerpunkt weiterhin auf Kosteneinsparungen liegt, werden die Gesamtinvestitionen derzeit auf unter 700 Mio. Euro geschätzt.

Im Umfeld des derzeitigen Marktumfeldes hat Vestas nach dem Großauftrag aus Vietnam in der letzten Woche einen weiteren Großauftrag aus China von einem namentlich nicht genannten Kunden gemeldet. Die Order umfasst Turbinen vom Typ V120-2,2-MW im leistungsoptimierten 2,4-MW-Modus mit einer Gesamtleistung von 50 MW sowie einen 5 Jahres-Servicevertrag. Auslieferung und Inbetriebnahme der Anlagen sind für das dritte Quartal 2020 geplant.

Vestas-Aktie ohne Dynamik
Die Aktie des im regenerativen Aktienindex RENIXX World gelisteten Unternehmens reagiert bislang kaum auf die Q1 Zahlen. Aktuell bewegt sich der Kurs mit 77,18 Euro seitwärts (05.05.2020, 09:43 Uhr, Börse Stuttgart). Zwischenzeitlich ist die Aktie in 2020 Jahr bis auf ein Jahreshoch von 97,92 Euro geklettert, im Zuge der Corona-Krise dann aber auf ein Tief von 64,72 Euro zurückgefallen. Verglichen mit dem Kurs zum Jahreswechsel liegt die Vestas-Aktie derzeit bei einem Minus von etwa 15 Prozent.


© IWR, 2020


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05.05.2020

 



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