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Auftragseingang bei Vestas beschleunigt sich im Dezember

© Vestas© VestasAarhus, Dänemark - Bei Vestas zieht zum Jahresende der Auftragseingang merklich an. Seit Anfang des Monats Dezember hat der dänische Windkraftanlagen-Hersteller bereits Aufträge mit einem Gesamtvolumen von weit über 1.000 Megawatt angekündigt.

Der dänische Windenergieriese Vestas hat in den letzten Tagen über eine Reihe neuer Aufträge aus verschiedenen Regionen weltweit berichtet. Konkret geht es um Projekte in den Brasilien, USA, Finnland, Italien, Vietnam und Australien mit einer Gesamtleistung von 1.246 Megawatt (MW). Der Aktienkurs des RENIXX-Konzerns kann davon kaum profitieren.

Rund 900 MW aus Brasilien und den USA
Volumenmäßig entfällt mit einer Gesamtleistung von 893 MW der Großteil der bislang für Dezember gemeldeten Vestas-Aufträge auf Windparkprojekte in Brasilien sowie den USA. Aus Brasilien hat Vestas den Zuschlag für die zweite Stufe des Windpark-Komplexes Rio do Vento im Bundesstaat Rio Grande do Norte in Brasilien. Der Auftrag umfasst V150-4,2 MW Windenergieanlagen mit einer Kapazität von über 534 Megawatt (MW). Um die Stromproduktion des Standorts zu maximieren und gleichzeitig möglichst niedrige Energiekosten für den Energieverbraucher zu gewährleisten, werden einige Anlagen in einem leistungsoptimierten Modus mit 4,3 MW und andere mit 4,5 MW ausgeliefert.

Aus den USA hat Vestas von einem nicht genannten Kunden einen 234-MW-Auftrag für zwei Projekte erhalten. Die beiden Windparks bestehen aus 32 V150-4,2-MW-Turbinen, die im 4,3-MW-Power-Optimized-Mode geliefert werden, 15 V162-6,0-MW-EnVentus-Turbinen sowie acht V110-2,0-MW-Turbinen, einschließlich 10 MW von zuvor erworbenen 2-MW-PTC-Komponenten. Außerdem hat Vestas sich einen 125-MW-Auftrag für ein Windprojekt in den USA erhalten, das eine gemischte Standortkonfiguration aus verschiedenen Turbinenvarianten der 2-MW- und 4-MW-Plattformen, einschließlich einer Reihe von V150-4,2-MW-Turbinen, umfassen wird.

Auftragsvolumen aus Europa bei knapp 160 MW
Die Aufträge in Europa stamen aus Finnland und Italien. In Finnland hat der finnische Entwickler Ilmatar Energy für zwei Projekte mit einer Gesamtleistung von 74 MW beauftragt. Die Standorte befinden sich in Südwest- und Mittelfinnland. Das Voimamylly-Windprojekt besteht aus sechs V150-4.2 MW-Turbinen in einer leistungsoptimierten optimierten Version mit 4,3 MW. Das Rasakangas-Windprojekt umfasst acht V162-6.0 MW-Turbinen der kürzlich modernisierten Enventus-Plattform, die speziell für den Einsatz an Standorten mit geringem bis mittleren Windaufkommen optimiert wurde. Ein weiterer Auftrag aus Finnland mit einer Leistung von 42 MW kommt von Vind AX AB, einem finnischen Entwickler und unabhängigen Stromerzeuger. Für das Windprojekt Langnabba auf den Aland-Inseln, in der Ostsee, zwischen dem finnischen und schwedischen Festland wird Vestas zehn V136-4,2-MW-Turbinen liefern, installieren und in Betrieb nehmen.

Im Rahmen eines 39-MW-Auftrages für ein ungenanntes Projekt in Italien wird Vestas elf V136-3,45-MW-Windturbinen im 3,5 MW Modus liefern und installieren.

Region Asien-Pazifik: Vestas baut Führung in Vietnam aus - 97 MW Auftrag aus Australien
Phu Dien JSC, einer der größten Kunden von Vestas in Vietnam, hat den Auftrag für die Installation von V150-4,2-MW-Turbinen für die beiden 50-MW-Windparks Nhon Hoa 1 und 2 in der Provinz Gia Lai in Vietnam erteilt. Mit diesem Auftrag übersteigt der Gesamtauftragseingang von Vestas in Vietnam im Jahr 2020 die Marke von 1.000 MW.

In Zusammenarbeit mit Global Power Generation, einer Tochter des Energiekonzerns Naturgy Group, hat sich Vestas einen 97-MW-Vertrag für den Windpark Hawkesdale in Victoria, Australien, gesichert. Das Projekt umfasst 23 V136-4.2 MW Windturbinen. Der Vertrag folgt der kürzlichen Ankündigung von Vestas, die zweite Phase des Berrybank Windprojekts und des Ryan Corner Windprojekts mit Global Power Generation zu entwickeln.

Vestas Aktie profitiert kaum
Der Vestas-Aktienkurs kann von den Aufträgen kaum profitieren. Aktuell notiert die Vesta-Aktie mit 175,60 Euro (17.12.2020, 11:13 Uhr, Börse Stuttgart) etwa 2 Prozent höher als Ende November. Seit Jahresanfang 2020 hat der Kurs bereits um über 90 Prozent zugelegt.

© IWR, 2020


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17.12.2020

 



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