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10 jähriges Jubiläum: EnBW Offshore-Windpark Baltic 1 deutlich über den Erwartungen

© EnBW© EnBWKarlsruhe/Hamburg/Stralsund - Vor 10 Jahren hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Deutschlands ersten kommerziellen Offshore-Windpark Baltic 1 mit einem symbolischen Knopfdruck in Betrieb genommen. Seitdem hat sich der Offshore-Windenergiemarkt in Deutschland dynamisch entwickelt, bis 2020.

Vor 10 Jahren steckte die Marktentwicklung der Offshore-Windenergie in Deutschland noch in der Initialisierungsphase. Mit Alpha Ventus hat 2010 das erste größere Projekt zu Forschungszwecken den Betrieb aufgenommen, im Mai 2011 ist dann mit dem Ostsee-Offshore-Windpark Baltic 1 das erste kommerzielle Offshore-Projekt in Deutschland in Betrieb gegangen. In den Folgejahren hat es in Deutschland eine dynamische Entwicklung des Offshore-Windenergieausbaus gegeben. Zusammen mit den 2020 neu in Betrieb genommenen Anlagen speisen in der deutschen Nord- und Ostsee Ende 2020 nunmehr rd. 1.500 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von 7.770 Megawatt (MW) Strom in die Netze ein. Allerdings ist der Ausbau der Offshore-Windenergie mit dem Jahr 2020 in eine Ausbaulücke eingetreten.

Ausbau der Offshore-Windenergie einer der wichtigsten EnBW-Wachstumsbereiche
Im Jahr 2011 hat der Energiekonzern EnBW mit Baltic 1 den damals ersten kommerziellen Offshore-Windpark Deutschlands in Betrieb genommen. Seitdem produzieren die 21 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 48,3 MW zuverlässig Strom. Da Windstromerträge und technische Verfügbarkeit des Windparks deutlich über den Erwartungen liegen, ist EnBW mit dem Betrieb von Baltic 1 nach Angaben von Ralf Neulinger, Leiter Produktion Erneuerbare Energien bei der EnBW, äußerst zufrieden. „Baltic 1 war in Deutschland, aber auch für die EnBW echte Pionierarbeit und wir konnten zeigen, dass Offshore-Windparks hier wirtschaftlich zu betreiben sind“, ergänzt der EnBW Vorstandsvorsitzende Dr. Frank Mastiaux. EnBW plant, den Offshore-Windpark Baltic 1 noch 15 Jahre lang weiter zu betreiben. Danach will der Energiekonzern die Anlagen entweder zurückbauen oder einen Genehmigungsantrag für den Weiterbetrieb stellen.

Seit der Inbetriebnahme von Baltic I wurden von der EnBW in der Ost- und Nordsee drei weitere Offshore-Windparks mit einer Leistung von 976 MW gebaut. Der nächste große Windpark He Dreiht soll 2025 mit einer Leistung von 900 MW in der Nordsee ohne Inanspruchnahme einer Einspeisevergütung in Betrieb gehen. Darüber hinaus entwickelt EnBW weitere Offshore-Projekte in ausgewählten Auslandsmärkten. Der konsequente Ausbau der Erneuerbaren Energien und insbesondere Offshore-Windenergie ist heute ein strategischer Schwerpunkt des Unternehmens. Seit der Inbetriebnahme von Baltic 1 hat EnBW bis heute rund 5 Mrd. Euro in den Ausbau der Erneuerbaren Energien investiert, davon allein etwa 3,6 Mrd. Euro speziell in Offshore-Windparks.

Offshore-Markt in Deutschland stockt seit 2020 - Branche fordert zügiges Gegensteuern
Die erfolgreiche Entwicklung des Offshore-Windenergie-Gesamtmarktes in Deutschland wurde 2020 erst einmal beendet. Verglichen mit dem Vorjahr 2019 ist die Leistung der neu in Betrieb genommene Windenergieanlagen auf See 2020 um etwa 80 Prozent auf 219 MW zurückgegangen. Damit ist es 2020 zu dem erwarteten drastischen Einbruch gekommen, die schwachen Zahlen kommen nicht überraschend, die Forderungen der Branche richten sich darauf, dass die zeitliche Ausbaulücke möglichst klein wird.

Um die gravierenden Folgen des fehlenden Ausbaus der Windenergie in Nord- und Ostsee wie Unternehmensschließungen, Beschäftigungsverluste und Abwanderungen aus dem deutschen Markt schnellstmöglich zu überwinden und die Wertschöpfungskette zu sichern, setzen die Branchenorganisationen BWE, BWO, VDMA Power Systems, WAB und die Stiftung Offshore Windenergie auf einen kurzfristig ausgelösten Investitionsschub. Dafür ist es aus ihrer Sicht u.a. erforderlich, die durch die Branche vorgeschlagene Küstenmeerregelung schnell umzusetzen und die „Ausbauspitze“ in den Jahren 2029 und 2030 nach vorne zu entzerren.


© IWR, 2021


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06.05.2021

 



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