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RWE und EnBW-BP-Konsortium bei britischer Offshore-Ausschreibung erfolgreich

© RWE© RWEKarlsruhe / Hamburg / Essen / London - Die Liegenschaftsverwaltung der britischen Krone „The Crown Estate“ (TCE) hat die aktuelle Ausschreibungsrunde für neue Offshore-Windparks in Großbritannien abgeschlossen. Die Zuschläge für die größten Windparks haben RWE und ein EnBW / BP-Konsortium erhalten.

Das Ausschreibungsverfahren der Offshore-Wind-Leasing-Runde 4 in Großbritannien ist abgeschlossen. Dabei wurden 6 vorgeschlagene neue Offshore-Windprojekte in den Gewässern um England und Wales ausgewählt, die nun in das Habitat Regulations Assessment gehen. Die Projekte sollen nach Inbetriebnahme sauberen Strom für mehr als 7 Mio. Haushalte liefern und Arbeitsplätze im ganzen Land zu schaffen.

Britisches Crown-Estate bezuschlagt 8.000 MW Offshore-Kapazität
Die britische „The Crown Estate“ (TCE) hat das Ausschreibungsverfahren der Offshore-Wind-Leasing-Runde 4 abgeschlossen. Dabei wurden 6 der vorgeschlagenen neuen Offshore-Windprojekte mit einer Gesamtkapazität von etwa 8.000 Megawatt (MW) in den Gewässern um England und Wales bezugschlagt. Der Großteil der Projekte entfällt mit einer potenziellen Gesamtleistung von 6.000 MW auf Offshore-Windparks von RWE sowie ein Konsortium von EnBW und der britische Ölkonzern BP.

Im Rahmen des nächsten Umsetzungsschritts wird die Crown Estate nun eine Flora-Fauna-Habitat-Verträglichkeitsanalyse durchführen (Habitat Regulations Assessment, HRA), um mögliche Auswirkungen von Offshore-Windprojekten in den zugeteilten Gebieten zu bewerten. In Abhängigkeit des Ergebnisses der HRA-Analysen können RWE und das EnBW / BP-Konsortium Pachtverträge mit der Crown Estate abschließen. Danach stehen die Entwicklungs- und Genehmigungsaktivitäten gemäß den Richtlinien der britischen Regierung auf der Agenda. Im Anschluss folgen die Teilnahme an Auktionen für die Contract-for-Difference-Vereinbarungen (CfD), die finale Investitionsentscheidung sowie die Bauphase.

Die britische Regierung erwartet, dass von den neuen Projekten neben dem Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele auch industriewirtschaftliche Effekte verbunden sind. Bis 2030 soll demnach die Zahl der Beschäftigten im britischen Offshore-Sektor von heute rd. 11.000 Beschäftigten auf bis zu 60.000 Menschen steigen.

RWE und EnBW / BP erhalten Zuschlag für jeweils 3.000 MW Offshore-Kapazität
RWE ist in der aktuellen britischen Auktion um die Vergabe neuer Gebiete zur Entwicklung von Offshore-Windprojekten als bevorzugter Bieter für zwei benachbarte Standorte mit einer potenziellen Kapazität von jeweils 1.500 MW ausgewählt worden. Die Standorte befinden sich im Bereich des Flachwasserbereichs der Doggerbank, ca. 110 Kilometer von der Nordostküste Englands entfernt. In der Nähe entwickelt RWE mit dem Offshore-Windpark Sofia bereits ein weiteres Offshore-Windprojekt auf der Doggerbank.

RWE erwartet den Abschluss des nun anstehenden Habitat Regulations Assessments für das Frühjahr 2022. Nach dem Ende der Entwicklungs- und Genehmigungsaktivitäten und Teilnahme an den Auktionen für die Contract for Difference-Vereinbarungen geht RWE davon aus, dass die Projekte am Ende dieses Jahrzehnts vollständig in Betrieb gehen könnten.

In einer 50:50 Partnerschaft haben auch EnBW und der britische Ölkonzern BP bei der britischen Offshore-Auktion zur Vergabe von Flächenrechten den Zuschlag für zwei Offshore-Windparks mit einer geplanten Gesamtkapazität von 3.000 MW erhalten. Die Standorte der beiden 1.500 MW-Offshore-Windparks befinden sich in der Irischen See. EnBW und BP planen nach erfolgreichem Durchlaufen der noch anstehenden Untersuchungs- und Genehmigungsphasen sowie der positiven Investitionsentscheidung eine Inbetriebnahme der beiden Offshore-Windparks im Jahr 2028.

Offshore-Windenergie von zentraler Bedeutung für Erzeugungsportfolio
Großbritannien spielt eine Schlüsselrolle in der Strategie von RWE für den Ausbau des EE-Portfolios. RWE betreibt nach eigenen Angaben bereits Offshore-Windparks in Großbritannien mit einer Gesamtleistung von etwa 3.100 MW. Zudem baut der Energiekonzern derzeit den 857-MW-Offshore-Windpark Triton Knoll (RWE-Anteil: 506 MW) vor der Küste von Lincolnshire und entwickelt auf der Doggerbank das 1.400 MW-Offshore-Windprojekt Sofia. Darüber hinaus hat RWE gemeinsam mit Partnern 2020 mit der Crown Estate Pachtverträge zur Entwicklung von Erweiterungsprojekten für vier Offshore-Windparks geschlossen.

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland und in ausgewählten Auslandsmärkten ist auch für EnBW zentraler Bestandteil der Wachstumsstrategie. Seit Beginn des Unternehmensumbaus in 2013 hat EnBW nach eigenen Angaben annähernd 5 Mrd. Euro in das EE-Geschäftsfeld investiert. Bis 2025 sollen noch einmal rd. 4 Mrd. Euro vor allem in den weiteren Ausbau der Wind- und Solarenergie investiert werden. Dann würde gut die Hälfte des EnBW-Erzeugungsportfolios aus Erneuerbaren Energien bestehen. Neben Großbritannien prüft EnBW die Beteiligung an weiteren internationalen Offshore-Auktionen, darunter in USA und Taiwan.


© IWR, 2021


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