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Irland plant massiven Ausbau der Offshore Windenergie – Regierung stellt neuen Strategieplan vor

© Fotolia/Adobe© Fotolia/AdobeDublin – Irland will die industrielle Chance der Offshore Windenergie nutzen und hat den Entwicklungsplan „Future Framework for Offshore Renewable Energy“ bis zum Jahr 2050 vorgestellt. Dieser Zukunftsrahmen stellt das langfristige Modell und die Vision für den Ausbau der Offshore Windenergie in Irland dar.

Der irische Minister für Umwelt, Klima und Kommunikation, Eamon Ryan, hat den neuen Plan der Regierung vorgestellt, wonach bis 2040 Offshore Windkraftanlagen mit 20 GW (20.000 MW) und bis 2050 insgesamt mindestens 37 GW Leistung installiert werden sollen.

Offshore Windenergie in Irland: Zukunftsrahmen 2040 und 2050 sowie Entwicklungsplan für das Meeresgebiet an der Südküste Irlands
Der neue Zukunftsrahmen für den Ausbau der Offshore Windenergie in Irland ist eine der Schlüsselmaßnahmen, die jetzt im Rahmen des Offshore-Windenergieprogramms veröffentlicht wurde. Entwickelt wurde der strategische Gesamtplan von der im April 2022 eingerichteten Offshore-Wind-Delivery-Taskforce. Ein weiterer wichtiger Entwicklungs-Baustein der Taskforce ist der Entwurf des Plans für das Meeresgebiet an der Südküste (DMAP). Dieser Plan wird von Minister Ryan am Freitag, 3. Mai 2024, bekannt gegeben.

Die Veröffentlichung des künftigen Rahmens für die Nutzung der Offshore Windenergie folgt auf eine fünfwöchige öffentliche Konsultation, die Anfang des Jahres 2024 stattfand.

Vermarktung überschüssiger Energie durch verstärkte Verbundnetze
Der Zukunftsrahmen für erneuerbare Offshore-Energie umfasst 29 zentrale Aktionen, um Irlands langfristigen, planvollen Ansatz für die Offshore-Windenergie zu entwickeln. Er stützt sich auf eine Analyse der wirtschaftlichen Möglichkeiten zur Förderung von Investitionen und zur Maximierung der finanziellen und wirtschaftlichen Rentabilität der Offshore Windenergie für den Staat und die lokalen Gemeinschaften.

Darüber hinaus wird das Potenzial für den Export überschüssiger erneuerbarer Energie durch verstärkte Verbundnetze untersucht und es werden Möglichkeiten für die Nutzung überschüssiger erneuerbarer Energie für alternative Energieprodukte und -dienstleistungen analysiert, die auf internationalen Märkten vermarktet werden können.

Minister Ryan:“ Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien sind im Begriff, unsere Wirtschaft zu revolutionieren. Sie bieten erhebliche regionale und nationale wirtschaftliche Vorteile und geben uns gleichzeitig mehr Kontrolle über unsere Energiesouveränität. Unsere Offshore-Windenergie ist potenziell die größte inländische Stromquelle, die unbeständige, importierte fossile Brennstoffe ersetzen kann. Außerdem bietet sie uns die beste industrielle Chance seit Jahrzehnten, da wir nicht nur unser eigenes Land mit Strom versorgen, sondern auch unsere überschüssige Energie nach Europa exportieren wollen.“

Irlands erste Offshore-Ausschreibung ORESS 1 erreicht 2023 über 3 GW Leistung
Insgesamt vier Offshore Projekte haben in der ersten Ausschreibung ORESS 1 einen Zuschlag herhalten. Dazu zählen der Codling Windpark mit 1.300 MW Leistung (75 Turbinen) von Fred. Olsen Seawind und EDF Renwables, der Offshore Windpark Dublin Array von RWE und Saorgus Energy (824 MW, 50 Turbinen), der Windpark North Irish Sea Array (NISA) mit 500 MW Leistung von CIP (Copenhagen Infrastructure Partner) und Statkraft sowie der Offshore Windpark Sceirde Rocks (450 MW) der irischen Fuinneamh Sceirde Teoranta (FST). Die erwartete Jahresstromproduktion dieser irischen Offshore Windprojekte aus der ersten Auktionsrunde liegt bei über 12 Mrd. kWh.

In diesem Jahrzehnt plant Irland mindestens drei Offshore Windauktionen. Aufgrund der langen Entwicklungszeiten geht die irische Regierung derzeit davon aus, dass zunächst nur die beiden ersten Auktionen zum Ziel von 5 GW installierter Leistung bis 2030 betragen werden.

© IWR, 2024


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