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RWE bei EBITDA und Gewinn 2025 am oberen Prognoserand - 35 Mrd. Euro für Windkraft, Solar und flexible Kraftwerke bis 2031

© RWE© RWEEssen - RWE hat die Zahlen für 2025 veröffentlicht. Der Energiekonzern blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück und stellt die Weichen für weiteres Wachstum. RWE will konsequent in erneuerbare Energien, flexible Kapazitäten und internationale Märkte investieren, um einen steigenden Strombedarf zu bedienen und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu sichern.

Die bis zum Jahr 2031 geplanten Investitionen von RWE sollen vor allem in den Ausbau von Wind- und Solarkapazitäten, Batteriespeichern sowie flexiblen Gaskraftwerken fließen. Offshore-Wind soll um fünf Gigawatt wachsen, die installierten Stromerzeugungskapazitäten in den USA sollen von 13 auf 22 Gigawatt steigen. RWE plant, das bereinigte Ergebnis je Aktie von 2,48 Euro bis 2031 auf rund 4,40 Euro zu erhöhen und die Dividende jährlich um zehn Prozent zu steigern.

Starkes Ergebnis 2025: EBITDA und Nettoergebnis am oberen Prognoserand
Zwar fallen das bereinigte EBITDA mit 5,1 Mrd. Euro und das Nettoergebnis mit 1,8 Mrd. Euro 2025 niedriger aus als im Vorjahr (2024: 5,7 Mrd. Euro EBITDA, 2,3 Mrd. Euro Nettoergebnis). Damit hat RWE das obere Ende der Prognose aber jeweils erreicht, die beim bereinigten EBITDA 2025 bei 4,55 bis 5,15 Mrd. Euro und beim bereinigten Nettoergebnis bei 1,3 bis 1,8 Mrd. Euro lag.

„2025 war für RWE ein sehr erfolgreiches Jahr. In einem herausfordernden Umfeld haben wir unsere Konzernstrategie konsequent umgesetzt, indem wir unser Portfolio werthaltig ausgebaut und neue strategische Partnerschaften geschlossen haben. Unsere finanziellen Ziele haben wir klar erfüllt“, kommentiert Markus Krebber, Vorstandsvorsitzender der RWE AG, die Zahlen.

Die Ergebnisse nach Geschäftsbereichen zeigen ein differenziertes Bild.

Im Bereich Offshore-Wind lag das bereinigte EBITDA mit 1,49 Mrd. Euro leicht unter dem Vorjahreswert, was laut RWE auf schwächere Windverhältnisse und niedrigere Marktpreise zurückzuführen war.

Das Segment Onshore-Wind und Solar konnte dagegen deutlich zulegen auf 1,74 Mrd. Euro, da neue Anlagen in Europa in Betrieb genommen wurden und in den USA für nicht langfristig abgesicherte Strommengen höhere Preise erzielt wurden.

Die flexible Erzeugung profitierte von der Veräußerung eines Entwicklungsprojekts für ein Rechenzentrum in Großbritannien. Gegenüber dem Vorjahr (1,95 Mrd. Euro) hat sich das bereinigte EBITDA allerdings auf 1,41 Mrd. Euro verringert, da sich die Margen aus dem Terminverkauf der Stromerzeugung nach dem hohen Niveau von 2024 wieder normalisiert hatten.

Der Energiehandel entwickelte sich laut RWE erwartungsgemäß schwächer als 2024 und lag bei 339 Mio. Euro, blieb damit aber im prognostizierten Rahmen.

Trotz schwacher Windverhältnisse in Europa stieg die Stromproduktion um 4 %, während der CO2-Ausstoß in der Stromerzeugung um 2 % sank. Neue Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 2,8 GW gingen in Betrieb, die Nettoinvestitionen beliefen sich auf 4 Mrd. Euro. Die finanzielle Stabilität blieb hoch: Die Nettoverschuldung lag bei 10,9 Mrd. Euro, die Eigenkapitalquote stieg auf 41 % und der Leverage Factor betrug 2,1. Für 2025 wird der Hauptversammlung wie geplant eine Dividende von 1,20 Euro pro Aktie vorgeschlagen, die Dividende für 2026 soll um 10 % auf 1,32 Euro steigen.

Wachstumsoffensive bis 2031: Fokus auf Erneuerbare und flexible Kapazitäten
RWE will bis 2031 insgesamt 35 Mrd. Euro netto in den Ausbau des Portfolios investieren, um die Erzeugungskapazität um 25 GW auf rund 65 GW zu steigern. Die Investitionen konzentrieren sich auf Offshore- und Onshore-Windparks, Solaranlagen, Batteriespeicher sowie flexible Gaskraftwerke. Die Offshore-Windkapazität soll um 5 GW netto erweitert werden, gestützt durch erfolgreiche Auktionen im Vereinigten Königreich. Gleichzeitig sollen Onshore-Wind- und Solarkapazitäten in Europa und Australien durch gezielte Investitionen um 5 GW ausgebaut werden.

In Deutschland plant RWE, flexible Back-up-Kapazitäten und große Batterieprojekte mit einem Volumen von 9 Mrd. Euro aufzubauen, einschließlich bis zu 3 GW wasserstofffähiger Gaskraftwerke, abhängig von den Ausschreibungen der Bundesregierung. In den USA sollen 17 Mrd. Euro investiert werden, um die Kapazität von derzeit 13 GW auf 22 GW zu steigern, wobei neben Wind- und Solarprojekten sowie Batteriespeichern auch die flexible Erzeugung ausgebaut werden soll. Der Fokus liegt dabei auf dem Zubau von Gas-Spitzenlastkraftwerken. Strategische Partnerschaften mit Investoren wie Masdar, der Norges Bank Investment Management, KKR und Apollo Global Management sollen Risiken reduzieren und den finanziellen Spielraum erweitern.

Markus Krebber betont: „Mit unserem Investitionsprogramm von 35 Milliarden Euro netto bis 2031 schaffen wir neue Erzeugungskapazitäten, um den steigenden Strombedarf in Europa und den USA noch besser zu bedienen. Unsere Investitionen zahlen sich aus: Unser bereinigtes Ergebnis je Aktie wird bis 2031 von heute 2,48 Euro auf 4,40 Euro je Aktie wachsen.“ RWE erwartet, dass die Investitionen eine durchschnittliche Rendite von über 8,5 % erwirtschaften und das bereinigte Nettoergebnis je Aktie bis 2031 im Mittel um rund 12 % pro Jahr wächst.

© IWR, 2026


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