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4. Fachtagung WINDTECH® mit 80 Experten in Grevenbroich: Windkraft erzeugt in Deutschland erstmals mehr Strom als Wasserkraft

Grevenbroich (iwr-pressedienst) - Zur 4. Fachtagung WINDTECH® über die
technischen und wirtschaftlichen Perspektiven der Windenergienutzung kamen
am 26. November rund 80 Fachleute nach Grevenbroich. Die Landesinitiative
Zukunftsenergien NRW, das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative
Energien (IWR) und die WINDTEST Grevenbroich GmbH zogen als Veranstalter
eine positive Bilanz. Deutschland ist und bleibt das Windenergieland Nr. 1
in der Welt. In diesem Jahr wird die Windkraft die Wasserkraft als
wichtigste erneuerbare Energiequelle in Deutschland ablösen. Knapp 40.000
Arbeitnehmer sind bundesweit im Bereich der Windenergie tätig. Im
Internet: http://www.windtech.de

"Erneuerbare Energien nutzen nicht nur der Umwelt, sondern auch der
Wirtschaft. In der Verbindung von Ökologie und Ökonomie eröffnen sich
große Wachstumschancen für unser Land. Allein in NRW drehen sich aktuell
knapp 2.000 Windenergieanlagen (WEA) und sorgen an Rhein und Ruhr für mehr
als 1.650 MW installierter Leistung. NRW ist bei der Nutzung der
Windenergie das wichtigste Binnenland und steht nach Niedersachsen und
Schleswig-Holstein bundesweit auf dem dritten Platz. Deutschland steht in
Sachen Windenergie mit Abstand an der Weltspitze vor den USA, Dänemark und
Spanien. In Deutschland sind knapp 40.000 Beschäftigte im Bereich der
Windenergie tätig", so Dr. Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer der
Landesinitiative Zukunftsenergien NRW.

Jürgen Bahr, Geschäftsführer der WINDTEST Grevenbroich GmbH (WTG),
äußerte sich zur aktuellen Planungssituation: "Nach Jahren des Wachstums
gehen die Aufstellungszahlen neuer Windenergieanlagen erstmals zurück. Ein
Novum für die Branche, das vielerlei Gründe hat: als kurzfristiger
Einschnitt kann der Rückzug einiger Banken gewertet werden, die Debatte um
das EEG trägt ebenfalls dazu bei. Mittelfristig muss die Branche in
Deutschland mit einer Verknappung der Standorten im Binnenland umgehen und
sich stärker auf den Export konzentrieren. Regional machen sich dabei
investitionsfeindliche, politische Hemmnisse bemerkbar. Dadurch leiden
nicht nur die Akzeptanz und Aufstellungszahlen, sondern langfristig auch
die Perspektive einer der wichtigsten Zukunfts- und Exporttechnologien am
Standort Deutschland. Weiterer Handlungsbedarf besteht bei der
Ertragsoptimierung bestehender Windparks. Erhoffte Energieerträge werden
teilweise nicht erreicht und haben das Vertrauen der Anleger beschädigt.
Ursachen liegen sowohl in der Planung, als auch in der technischen
Betriebsführung der Windenergieanlagen, wo es noch erhebliches
Optimierungspotenzial gibt.“

Bahr weiter: „Auf diesem Gebiet, ebenso wie bei der
Zustandsüberwachung, hat die WINDTEST Grevenbroich GmbH wichtige
Vorarbeiten geleistet. Diese Themen sind neben Schalloptimierung,
Offshore-Anlagen und Netzeinbindung Schwerpunkte der diesjährigen
Fachveranstaltung WINDTECH 2003®."

"Weltweit hält der Wachstumskurs der Windenergie an, allerdings mit
einer geringeren Wachtumsdynamik als in den Vorjahren. Ende 2003 werden
voraussichtlich erstmals mehr als 35.000 MW (2002: 31.100 MW)
Windkraftleistung rund um den Globus installiert sein", sagte Dr. Norbert
Allnoch, Leiter des Internationalen Wirtschaftsforum Regenerative Energien
(IWR) in Münster. Das Bundesland NRW profitiere von dieser Entwicklung vor
allem durch die hier ansässige Zulieferindustrie für die Herstellung der
Windenergieanlagen. Die industriewirtschaftliche Bedeutung der Windbranche
ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Der Umsatz mit der
Anlagentechnik und den Errichtungsdienstleistungen erreichte in
Deutschland im Jahr 2002 rund 4,7 Mrd. Euro.

Dr. Allnoch: "Die Windenergie wird auf Dauer Deutschlands wichtigste
regenerative Stromquelle werden. Gleichzeitig hat die Branche mit ihrem
technisch-industriellen Know-how die Chance, auch auf internationaler
Ebene eine führende Rolle zu spielen. Die nationale Windstromproduktion im
Jahr 2003 dürfte auf über 20 Mrd. Kilowattstunden ansteigen. Damit könnte
die Windenergie die Wasserkraftnutzung (20 bis 24 Mrd. kWh pro Jahr)
bereits in diesem Jahr von Platz 1 verdrängen. Ende 2003 werden in
Deutschland voraussichtlich über 15.000 Windenergieanlagen mit einer
Gesamtleistung von rd. 14.500 MW umweltfreundlichen Strom erzeugen.“

Diese positive Entwicklung ist auch ein Erfolg der Landesinitiative
Zukunftsenergien NRW, die im April ihr siebenjähriges Bestehen feiern
konnte. Sie hat einen wichtigen Anteil daran, zukunftsweisenden
Energietechnologien schneller zum Marktdurchbruch zu verhelfen. Für die
Entwicklung, Demonstration und Markteinführung neuer Energietechnologien
hat die Landesregierung aus dem REN-Programm seit 1987 mehr als 600
Millionen Euro für ca. 50.000 Förderprojekte aus dem gesamten Umfeld der
Zukunftsenergien aufgewendet. Diese Landesförderung zog weitere
Investitionen von rund 3 Milliarden Euro nach sich.


Grevenbroich, den 26. November 2003


Veröffentlichung und Nachdruck honorarfrei; ein Belegexemplar an die Landesinitiative Zukunftsenergien NRW wird freundlichst erbeten.



Achtung Redaktionen: Für Fragen steht Ihnen Herr Uwe H. Burghardt,
Pressesprecher der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW, gerne zur
Verfügung.
c/o NRW-Energieministerium
Haroldstr. 4
40213 Düsseldorf

Tel: (02 11) 8 66 42 - 13
Fax: (02 11) 8 66 42 - 22
E-Mail: mailto:energy@mvel.nrw.de
Internet: http://www.energieland.nrw.de
http://www.windtech.de



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