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Pressemitteilung EE.SH / Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland mbH

Anleitung für Wertschöpfung aus Windenergie

Vier regionale Unternehmen und die Netzwerkagentur EE.SH aus Schleswig-Holstein erarbeiten Leitfaden Bürgerwindpark

Husum (iwr-pressedienst) - Rund 50 Millionen Euro Gewerbesteuern aus dem Betrieb von Windparks kommen schleswig-holsteinischen Gemeinden jährlich zu Gute, ein Mehrfaches davon wird an die Gesellschafter von Bürgerwindparks als Gewinnbeteiligung ausgeschüttet. Dazu kommen Wertschöpfungseffekte durch Arbeitsplätze, vor allem in Planungs- und Ingenieurbüros sowie im technischen Service und der Betriebsführung. „Die Vorteile für Gemeinden, auf deren Gebiet Windparks errichtet werden, sind besonders deutlich, wenn viele Einwohner finanziell an den Windparks beteiligt sind. Dann bleibt der Gewinn in der Region“, erklärt Holger Arntzen bei der Präsentation des „Leitfaden Bürgerwindpark“. Er ist Projektmanager bei der vom Land und der EU geförderten Netzwerkagentur Erneuerbare Energien Schleswig-Holstein (EE.SH) und hat schon vor 9 Jahren am ersten Leitfaden mitgeschrieben, der nach wenigen Monaten vergriffen war. Eine zweite und dritte Auflage folgten, die jetzige vierte Auflage wurde komplett neu überarbeitet und an das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) von 2017 angepasst.

Den Leitfaden Bürgerwindpark haben vier Unternehmen aus Nordfriesland zusammen mit EE.SH-Projektmanager Holger Arntzen ausgearbeitet: Die ARGE Netz GmbH & Co. KG bündelt 4.000 Megawatt installierte Leistung seiner 370 Gesellschafter aus Wind, Photovoltaik und Biomasse. Die ee-Nord GmbH & Co. KG, die Ingenieurbüro Holst GmbH & Co. KG sowie die WEB Andresen GmbH haben die ersten Bürgerwindparks Deutschlands geplant und zur Umsetzung geführt. Sie blicken auf Erfahrungen aus über 25 Jahren Bürgerenergie-Projektierung zurück.

In Nordfriesland sind 90% der Windparks in Bürgerhand. „Es ist wichtig, von Anfang an alle Akteure zu informieren, vom Landbesitzer über Gemeinderatsmitglieder bis zu allen Nachbarn“, sagt Ralf Hendricks von WEB Andresen und rät, für die erste Planungsphase eine Interessensgemeinschaft zu gründen. Hans-Detlef Feddersen, Geschäftsführer von ee-Nord, ergänzt: „Nachhaltige Akzeptanz gewinnt man, indem man die Anwohner zu echten Eigentümern ihres Windparks macht.“

Der Leitfaden Bürgerwindpark berücksichtigt die neuen Rahmenbedingungen des EEG 2017. „Windparks müssen nach erfolgreicher Genehmigung gemäß Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) an Ausschreibungen um einen Vergütungsanspruch aus dem EEG teilnehmen“, erläutert Klaus Kramer von der Arge Netz. „Weitere Schritte, die im Leitfaden beschrieben werden, sind die Wahl der Gesellschaftsform, Umweltprüfungen, Finanzierungsmodelle und die Wirtschaftlichkeitsberechnung“, ergänzt Florian Steinmetz vom Ingenieurbüro Holst.

„Bürgerwindparks sorgen dafür, dass die Energiewende Wohlstand in kleine Gemeinden bringt. Wir teilen unser Wissen gern mit anderen ländlichen Regionen in Schleswig-Holstein und darüber hinaus. Wir sehen das durchaus als politisches Statement: Wir wollen die Energiewende voranbringen und die Umsetzung nicht den großen Konzernen überlassen“, erklärt Holger Arntzen.

Der Leitfaden Bürgerwindpark steht unter www.ee-sh.de zum Download zur Verfügung.


Download Pressefoto:

https://www.iwrpressedienst.de/bild/ee-sh/aeb9b_WP_Struckum_WEB_Andresen.JPG
BU: Bürgerwinpark Struckum
© Birresborn


Husum, den 19. September 2019


Veröffentlichung und Nachdruck honorarfrei; ein Belegexemplar an EE.SH - Netzwerkagentur Erneuerbare Energien Schleswig-Holstein / Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland mbH wird freundlichst erbeten.


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EE.SH - Netzwerkagentur Erneuerbare Energien Schleswig-Holstein
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Mail: info@ee-sh.de


EE.SH - Netzwerkagentur Erneuerbare Energien Schleswig-Holstein
Projektträger:
Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland mbH
Schloßstraße 7
25813 Husum
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Fax: +49 (0)4841 6685-16

Internet: https://ee-sh.de



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Die Netzwerkagentur Erneuerbare Energien Schleswig-Holstein (EE.SH) unterstützt die Unternehmen der Erneuerbare-Energien-Branche, die im nördlichsten Bundesland tätig sind oder sich hier ansiedeln wollen. EE.SH vernetzt die Unternehmen auf Messen und Veranstaltungen, informiert über neue politische Rahmenbedingungen, Förderprogramme oder technische Innovationen und stellt zur Exportförderung Kontakte ins Ausland und in andere Bundesländer her.

Projektträger der Netzwerkagentur EE.SH ist die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland. EE.SH wird vom Land, der EU und acht Kooperationspartnern finanziert und arbeitet eng mit den Hochschulen des Landes zusammen. Ziel ist, Arbeitsplätze und Wertschöpfung in Schleswig-Holstein zu halten und zu vermehren und eine Vollversorgung der Region beziehungsweise einzelner Gewerbegebiete und Unternehmen mit Energie aus erneuerbaren Quellen zu erreichen. Dafür unterstützt EE.SH Projekte im Bereich Sektorenkopplung, Netzintegration, Vermarktung und Speicherung von Energie sowie die IT-gestützte Kombination und Steuerung verschiedener Energiequellen und Verbraucher.

windcomm schleswig-holstein e. V. ist ein Verbund aus über 100 Unternehmen der Windenergie-Branche in Schleswig-Holstein und deckt die gesamte Wertschöpfungskette von Planung, Finanzierung, Rechtsberatung und Ingenieursdienstleistungen über Montage, Transport und Logistik bis hin zu Aus- und Weiterbildung ab. windcomm entstand als Förderverein der gleichnamigen, vom Land Schleswig-Holstein finanzierten Netzwerkagentur windcomm, die inzwischen im Projekt EE.SH aufgegangen ist und ihr Themenspektrum auf alle erneuerbaren Energien sowie deren Speicherung und Vermarktung erweitert hat. windcomm ist als von Mitgliedsbeiträgen finanzierter Verein politisch unabhängig und ist eine starke Cluster-Organisation für die Windkraft in Schleswig-Holstein. Bei exklusiven Veranstaltungen können windcomm-e. V.-Mitglieder mit Landes- und Bundespolitikern diskutieren und aktuelle Entwicklungen der Energiepolitik verfolgen. windcomm e. V. bietet seinen Mitgliedern Vertriebsunterstützung und erleichtert den Kontakt zu internationalen Geschäftspartnern, zum Beispiel durch gemeinsame Messeauftritte.

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