Erweiterung: Siemens Gamesa plant Zentrum für Offshore Windgondeln in Taiwan
Zamudio, Spanien - Siemens Gamesa will zusammen mit taiwanesischen Zulieferern ein regionales Industriezentrum für die Gondelproduktion von Offshore Windkraftanlagen errichten. Dazu soll die Gondelmontage in Taichung um die Naben- und Backend-Montage erweitert werden.
Das erste Offshore-Projekt, das von der erweiterten Fertigungsanlage unterstützt wird, ist das 300 MW-Projekt Hai Long 2. Die Erweiterung ist allerdings an bestimmte Bedingungen geknüpft, darunter die Genehmigung des Industrial Relevance Proposal (IRP) von Hai Long 2 durch die taiwanesischen Behörden und die endgültige Investitionsentscheidung der Projektpartner. Siemens Gamesa wurde im November 2019 zum bevorzugten Lieferanten für die Offshore-Windturbinen ernannt.
Die Gondel-Produktionsanlage befindet sich derzeit im Bau und wird 2021 die Produktion aufnehmen, um Gondeln für das Offshore-Windkraftprojekt Greater Changhua 1&2a des Offshore-Spezialisten und Energieversorgers Orsted zu liefern. Sobald die Gondelmontage im Jahr 2022 abgeschlossen ist, wird mit der Erweiterung der Fabrik in Taichung begonnen, teilte Siemens Gamesa mit.
Siemens Gamesa entwickelt eine lokale Gondel-Lieferkette. Dazu wurde im Jahr 2019 mit der Yeong Guan Group (YGG) eine Vereinbarung über Herstelleung von Naben- und Grundrahmen-Gussteile abgeschlossen. Des Weiteren hat Siemens Gamesa vier bedingte Verträge unterzeichnet: KK Wind Solutions (Produktionsstätte für unterbrechensfreie Stromversorung und Recruiting), Sinbon (Kabelherstellung), Atech (Gondelüberdachung und Spinner-Lieferung), Würth (Beschaffung von Verbindungselementen).
Die im globalen Aktienindex RENIXX World gelistete Siemens Gamesa Aktie notiert heute mit einem Aufschlag von 1,5 Prozent auf 13,85 Euro.
© IWR, 2026
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