Offshore Ausbau: Tennet steigert Wind-Anschlusskapazität auf über 7.000 MW
Bayreuth - Der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) Tennet hat 2019 das eigentlich erst für 2020 avisierte Ausbauziel der Bundesregierung für Offshore-Windstrom aus der Nordsee erreicht und es sogar deutlich übertroffen. Die Zielmarke der Bundesregierung für 2020 liegt für Nord- und Ostsee insgesamt bei 6.500 Megawatt (MW).
Allein die inzwischen zwölf in Betrieb befindlichen Offshore-Netzanschlusssysteme von Tennet zur Übertragung von Offshore-Windstrom aus der deutschen Nordsee an Land haben nach Angaben des ÜNB bereits eine Gesamtkapazität von 7.132 MW. Mit derzeit drei weiteren Systemen, die sich in der Umsetzung befinden, wird Tennet 2025 in der deutschen Nordsee voraussichtlich über eine Anschlusskapazität von rd. 10.000 MW verfügen.
Die Einspeisung aus Offshore-Windenergieanlagen in Deutschland ist nach vorliegenden Daten der europäischen Netzbetreiber 2019 gegenüber dem Vorjahr 2018 nach der Inbetriebnahme zahlreicher Offshore-Windparks um über 25 Prozent auf rd. 24 Mrd. kWh geklettert (2018: rd. 19 Mrd. kWh). Nach den bisherigen Daten der Bundesnetzagentur (BNetzA) sind 2019 insgesamt 160 Offshore Windturbinen mit einer Gesamtleistung von rd. 1.100 MW neu in Betrieb gegangen (2018: 970 MW).
Nach Fertigstellung der Offshore Windparks Deutsche Bucht, Borkum II, Hohe See und Albatros endet die aktuelle Ausbauphase der Offshore Windenergie in Deutschland allerdings schlagartig. Schon für 2020 sind mangels fehlender Offshore-Projekte keine nennenswerten Installationszahlen mehr in Deutschland zu erwarten.
© IWR, 2026
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