Wertschöpfung: Meyer Werft fertigt Stahl-Komponenten für Offshore Windenergie
Dortmund - Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion ist für den Bau der vier Offshore-Netzanbindungssyteme DolWin4 und BorWin4 sowie BalWin1 und BalWin2 zuständig. Sie verbinden Offshore Windparks in der Nordsee mit dem Übertragungsnetz an Land. Die Anlagen werden sowohl auf der Land- als auch auf der Seeseite größtenteils parallel zueinander installiert.
Gefertigt werden die Konverterplattformen auf der spanischen Werft Dragados, die im Auftrag des deutschen Unternehmens Amprion arbeitet. Die Meyer Werft in Papenburg hat von Amprion jetzt allerdings einen Auftrag zum Bau von Komponenten der Plattformen enthalten. Damit gelingt der Meyer Werft der Einstieg in das wachsende Geschäftsfeld für Offshore-Konverterplattformen. Erstmals weltweit setzt das Unternehmen das Laser-Hybrid-Schweißverfahren beim Bau von Gleichspannungs-Plattformen ein. Die Meyer Werft unterstreicht damit wie im Kreuzfahrtschiffbau ihren Anspruch auf die Technologieführerschaft für nachhaltige maritime Lösungen.
„Dieser Auftrag ist für uns ein Meilenstein beim Einstieg in den Bau von Konverter-Plattformen, die wir künftig auch auf der Neptun Werft in Rostock bauen werden. Diese erfolgreiche Erweiterung unseres Produktportfolios sichert Wissen und Beschäftigung auf unseren deutschen Werften und leistet gleichzeitig einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende“, erklärt Jan Meyer.
„Wir haben uns dafür eingesetzt, Produktionskapazitäten für Offshore-Komponenten in Deutschland aufzubauen. Die Vergabe des Stahlbaus an die Meyer Werft werten wir als positives Signal für unsere Offshore-Projekte und damit auch für den Wirtschaftsstandort Deutschland“, sagt Peter Barth, Geschäftsführer der Amprion Offshore GmbH. „Mit der Meyer Werft haben wir jetzt einen weiteren zuverlässigen Partner an Bord.“
Amprion nutzt für die Stromleitungen die Gleichstromtechnik. DolWin4 und BorWin4 können den Strom jeweils mit einer Leistung von 900 Megawatt übertragen und sollen 2028 in Betrieb gehen. BalWin1 und BalWin2, die jeweils eine Übertragungsleistung von 2.000 Megawatt erreichen, gehen laut derzeitigen Planungen 2029 und 2030 in Betrieb.
© IWR, 2026
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22.11.2023


