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Repoweringmarkt zieht an: European Energy kauft Projekt bei Berlin - Enova sichert sich weiteren Windpark in Schleswig-Holstein

© European Energy© European EnergyHamburg - Das Repowering von Windenergieanlagen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Das zeigt auch die bisherige Entwicklung des deutschen Windenergiemarktes im Jahr 2023.

Der Rückbau von bestehenden Windenergieanlagen (WEA) an Land und der Austausch gegen moderne Windturbinen ist ein wichtiges Segment für den Ausbau der erneuerbaren Energien und die Dekarbonisierung. Zu den Unternehmen, die im Windsektor im Segment Repowering aktiv sind, gehören auch die European Energy Deutschland GmbH und die Enova Gruppe. Beide Unternehmen melden jetzt den Kauf von neuen Repowering-Projekten.

Repowering Windpark Niemegk: mehr als doppelte Leistung, Vervierfachung der Stromproduktion
European Energy hat den Windpark Niemegk in der Nähe von Berlin erworben, der bisher von der SEF A/S aus Dänemark betrieben wurde. Der Kauf umfasst die Übertragung der Landrechte und der für die Stromerzeugung erforderlichen Genehmigungen.

European Energy plant an dem Standort ein Repowering des Windparks, der seit seiner Inbetriebnahme zwischen 2004 und 2007 eine Leistung von insgesamt 30 MW aufweist. Nach Abschluss des Projektes und Austausch der insgesamt 15 Bestandsanlagen durch moderne Neuanlagen wird die Leistung des Parks bei 64,8 MW liegen.

„Wir sind uns des ungenutzten Potenzials des Windparks Niemegk bewusst. Unser geplantes Repowering ist ein Beleg für unser Engagement, die Infrastruktur für Erneuerbare Energien in Deutschland zu stärken, um den wachsenden Energiebedarf nachhaltig zu decken“, so Johannes Thon, Vice President Projektentwicklung Deutschland bei European Energy.

Durch das geplante Repowering wird sich die erzeugte Strommenge des Windparks voraussichtlich vervierfachen. Zukünftig können dann nach Angaben von European Energy pro Jahr ca. 43.000 Haushalte, anstatt wie bisher ca. 11.000 Haushalte, über das Projekt mit Windstrom versorgt werden.

ENOVA erwirbt weiteren Windpark in Schleswig-Holstein
Der regenerative Projektentwickler, Betriebsführer und Asset Manager Enova hat in Schleswig-Holstein den Windpark Schiphorst erworben. Der 2002 errichtete Windpark besteht aus vier NEG Micon NM60/1000 Anlagen, die im Rahmen eines Repowerings durch größere und effizientere Anlagen ersetzt werden sollen. Damit könnte die jährliche Stromproduktion des Windparks um das Fünffache erhöht werden.

„Wir sehen in Schleswig-Holstein weiteres Wachstumspotenzial für die Windenergie und freuen uns, durch den Erwerb des Windparks Schiphorst unsere Präsenz weiter auszubauen. Wir sind bereits im engen Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort, um ein mögliches Repowering zu konkretisieren“, so René Meyer, Senior Investment Manager bei ENOVA.

In Schleswig-Holstein ist der Windpark Schiphorst das dritte Repowering-Projekt für ENOVA und ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum strategischen Ziel von 1 Mrd. Euro Assets under Management.

Der Windpark Schiphorst ist eines von insgesamt 10 Repowering-Projekten, dass Enova in diesem Jahr gekauft hat. Das Portfolio an Altwindparks hat sich 2023 damit auf rd. 300 MW verdoppelt - mit weiter steigender Tendenz. Enova plant den Zukauf weiterer Altwindparks von bis zu 300 MW.

Die Enova-Gruppe mit Sitz in Bunde und Hamburg ist ein rund 100-köpfiges Familienunternehmen, das erneuerbare Energien Projekte entwickelt, betreut und in diese investiert. Enova hat seit 1989 rund 2.000 MW an Windenergie-Genehmigungen erhalten und ist für hunderte von Windkraftanlagen in Deutschland als Dienstleister tätig.

Rückbau von Altanlagen in Deutschland nimmt zu
Die wachsende Bedeutung des Repowerings spiegelt sich auch in der Entwicklung des Windenergiemarktes an Land in Deutschland im Jahr 2023 wider. Insgesamt wurden in Deutschland von Januar bis Oktober 2023 auf der Basis einer aktuellen IWR-Auswertung des Marktstammdatenregisters der Bundesnetzagentur rd. 630 Onshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von 3.106 MW neu in Betrieb genommen (Jan - Okt 2022: 445 Turbinen, 2.028 MW). Dem stehen 349 Turbinen mit rd. 450 MW gegenüber, die zurückgebaut wurden, was gegenüber dem Vorjahr bei der zurückgebauten Leistung einem Plus von 87 Prozent entspricht (Rückbau Jan-Okt 2022: 224 WEA, 239 MW). Per Saldo wurden damit 284 Turbinen mit einer Leistung von rd. 2.660 MW in den ersten 10 Monaten des Jahres 2023 in Deutschland an Land zugebaut (Jan-Okt 2022: 221 WEA, 1.788 MW) (Datenstand: 03.11.2023).


© IWR, 2023


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10.11.2023

 



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