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Brasilien startet mit dem Ausbau der Offshore-Windenergie

© Corio© CorioRio de Janeiro, Brasilien - Brasilien verfügt mit seiner gigantischen Küstenlinie über ein riesiges Potenzial für den Ausbau der Offshore Windenergie. Derzeit befindet sich die Offshore-Windenergie in dem südamerikanischen Land aber noch in der Initialisierungsphase. Das könnte sich in naher Zukunft mit einer jetzt unterzeichneten Absichtserklärung aber schnell ändern.

Mit dem Beitritt Brasiliens zur Global Offshore Wind Alliance (GOWA) während der Klimakonferenz COP 28 in Dubai hat das Land einen wichtigen Meilenstein erreicht. Nach der politischen Initiative rückt zunehmend die konkrete Umsetzung der ersten Projekte in den Fokus. Mit der jetzt unterzeichneten Absichtserklärung (MoU) zur Entwicklung der Strukturen im Hafen von Açu wollen der Windprojektierer Corio Generation und der brasilianische Hafenentwickler Prumo einen wichtigen Grundstein für den Aufbau der Offshore-Windindustrie in Brasilien legen.

Kooperation für Entwicklung des Hafens von Açu zu strategischem Offshore-Stützpunkt
Der weltweit tätige Offshore-Windentwickler Corio Generation und der brasilianische Hafenentwickler Prumo haben ein MoU unterzeichnet, um die Nutzung des Hafens von Açu nördlich von Rio de Janeiro für künftige Offshore-Windprojekte von Corio zu prüfen.

Der Hafen von Açu, der größte Tiefwasser- und Industriehafenkomplex Lateinamerikas, wird aufgrund seiner Lage und Nähe zu den geplanten Windparkstandorten voraussichtlich eine Schlüsselrolle bei der Unterstützung des brasilianischen Offshore-Windsektors spielen. Die zwischen Corio und Prumo vereinbarte Absichtserklärung sieht vor, dass die beiden Unternehmen die Nutzung des Hafens von Açu als strategischen Stützpunkt für die Offshore-Windkraftanlagen von Corio prüfen, was die mögliche Reservierung eines speziellen Bereichs für die Installation, den Betrieb und die Wartung künftiger Windparks einschließt.

"Um die Errichtung von Offshore-Windparks in Brasilien zu unterstützen, ist es entscheidend, dass wir über eine erstklassige Hafeninfrastruktur für die Installation, den Betrieb und die Wartung von Windparks verfügen“, begrüßt Jonathan Cole, CEO von Corio Generation, einem Portfoliounternehmen von Macquarie Asset Management, die Vereinbarung. Bei Corio wisse man, wie wichtig Partnerschaften für die erfolgreiche Bereitstellung großer Energieinfrastrukturen sind. „Deshalb freuen wir uns, mit dem regionalen Marktführer Prumo zusammenzuarbeiten, um das künftige Potenzial des Hafens von Açu als strategische Basis für eine bahnbrechende neue Industrie zu erkunden, die den Menschen in Brasilien enorme Vorteile bringen könnte", so Cole weiter.

"Wir freuen uns über diese Partnerschaft mit Corio, einem Giganten der erneuerbaren Energien. Wir haben bereits 33 GW an Offshore-Windprojekten vor der Küste des Hafens von Açu, die von Ibama (dem brasilianischen Institut für Umwelt und erneuerbare natürliche Ressourcen) lizenziert wurden. Rund 35 Prozent eines Windprojekts sind logistischer Natur, was den Hafen von Açu mit seiner hervorragenden Infrastruktur zu einer unschlagbaren Lösung für die Installation dieser Windparks macht“, ergänzt Prumo CEO Rogério Zampronha.

Die CEOs trafen sich in Rio de Janeiro auf dem Brazil Offshore Wind Summit, der von Corio Generation gesponsert und vom brasilianischen Windindustrieverband ABEEólica und dem Global Wind Energy Council (GWEC) organisiert wird.

Corio plant in Brasilien Offshore-Windparks mit Kapazität von bis zu 6.000 MW
Corio beabsichtigt die Entwicklung von fünf brasilianischen Offshore-Windparks mit einer Gesamtleistung von bis zu 6.000 MW (6 GW) als Teil seines wachsenden globalen Portfolios von Projekten mit einer Kapazität von über 30.000 MW (30 GW) in Nord- und Südamerika, im asiatisch-pazifischen Raum und in Europa. Die Standorte für die geplanten Offshore-Windparks in Brasilien, die jeweils eine Kapazität von etwa 1.200 MW (1,2 GW) aufweisen sollen, befinden sich im Nordosten, Südosten und Süden von Brasilien.

Corio entwickelt sein geplantes 6-GW-Portfolio an Offshore-Windprojekten in Brasilien gemeinsam mit Servtec, einem führenden Energieerzeugungsunternehmen, das eine wichtige Rolle beim Aufbau der brasilianischen Onshore-Windindustrie übernommen hat.

Riesiges Potenzial für den Ausbau der Offshore-Windenergie in Brasilien
Vertreten durch das Ministerium für Bergbau und Energie ist Brasilien im Dezember 2023 im Rahmen der internationalen Klimakonferenz COP 28 in Dubai offiziell der Global Offshore Wind Alliance (GOWA) beigetreten. Gleichzeitig traten auch die Europäische Union, Panama und der US-Bundesstaat Kalifornien der Allianz bei.
Als Vertreter des Ministeriums für Bergbau und Energie betonte der nationale Sekretär für Energiewende und Planung, Thiago Barral, im Rahmen der Veranstaltung, dass Brasilien die Notwendigkeit anerkenne, dass der Übergang zu einem saubereren Energiemix beschleunigt werden müsse. „Rund 90 Prozent unseres Stroms wird bereits aus sauberen und erneuerbaren Quellen gewonnen. Die Zahlen der Onshore-Windindustrie im Land sind beeindruckend. Derzeit verfügt das Land über eine installierte Leistung von mehr als 26 GW, verteilt auf über 900 Windparks in 12 brasilianischen Bundesstaaten. Wir wollen, dass das brasilianische Potenzial von über 700 GW an Offshore-Windenergie saubere Energie für die Welt produziert", so Barral mit Blick auf den Ausbau der Offshore Windenergie.


© IWR, 2024


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09.04.2024

 



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