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Umbenennung: Amprion Offshore-Netzanbindungssysteme werden zu BalWin1 und BalWin2 - frühere Inbetriebnahme geplant

© Amprion© Amprion

Dortmund - Die Amprion Offshore GmbH, eine 100 prozentige Tochtergesellschaft des Übertragungsnetzbetreibers Amprion, benennt die beiden Offshore-Netzanbindungssysteme LanWin1 und LanWin3 um. Die Netzanbindungsprojekte werden künftig als BalWin1 und BalWin2 geführt.

Zudem sieht der kürzlich veröffentlichte Flächenentwicklungsplan des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie vor, BalWin1 bereits 2029 statt 2031 in Betrieb zu nehmen, BalWin2 bereits 2030 statt 2033. Dies vorgezogene Inbetriebnahme resultiert aus den Plänen der Bundesregierung, für den deutlich schnelleren Ausbau der Offshore-Windenergie auf 30 GW bis zum Jahr 2030.

Die Projektnamen von Offshore-Netzanbindungssystemen sind traditionell an die anzuschließenden Windparkflächen in der Nordsee gekoppelt. So gibt es beispielsweise das LanWin-Cluster mit den Windparkgebieten 11 und 12 oder das BalWin-Cluster mit den Gebieten 9 und 10. Da der neue Flächenentwicklungsplan nun eine Änderung der anzuschließenden Windparkflächen von 11-1 und 12-1 (LanWin-Cluster) zu 9-1 und 10-1 (BalWin-Cluster) vorsieht, muss Amprion die Projektnamen der Anbindungssysteme anpassen. So wird aus LanWin1 künftig BalWin1, LanWin3 wird zu BalWin2.

Die beiden geplanten Offshore-Netzanbindungssysteme werden sowohl land- als auch seeseitig größtenteils parallel zueinander installiert. Beide Projekte können jeweils eine Leistung von 2.000 Megawatt übertragen. Von den Nordsee-Windparks aus verlaufen die Kabel zunächst 155 bzw. 165 km auf See. Sie unterqueren die Insel Norderney und erreichen im Bereich Hilgenriedersiel die Küste. Auf dem landseitigen Teil von BalWin1 und BalWin2 werden etwa 205 bzw. 215 km Erdkabel verlegt. Um zu ihren jeweiligen Netzverknüpfungspunkten in Wehrendorf (BalWin1) und Westerkappeln (BalWin2) zu gelangen, werden die Vorhaben auf dem letzten Teil der Strecke getrennt.

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23.01.2023