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Deutsche Windtechnik stattet WEA in Windtestfeld mit BNK-System aus

© Deutsche Windtechnik© Deutsche WindtechnikHusum, Bremen, Münster - Das nächtliche Blinken von Windenergieanlagen gilt als Störparameter, der die Akzeptanz stark beeinträchtigt. Die bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung (BNK) sorgt dafür, dass Windparks nachts dunkel bleiben. Im Rahmen eines Multibrand-Einsatzes sammelt die Deutsche Windtechnik derzeit Betriebserfahrungen für ihr BNK-System.

Am 14.02.2020 wurde die von der Windenergie-Branche lange erwartete AVV Kennzeichnung durch den Bundesrat verabschiedet. Ein zentrales Thema ist die bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung (BNK) von Windenergieanlagen und Windparks. Die Umrüstfrist für die Windenergie-Betreiber mit BNK-Systemen läuft bis Mitte 2021. Derweil positionieren sich die Anbieter von BNK-Technik mit dem Ziel, möglichst viele Windparks umzurüsten, darunter auch die Deutsche Windtechnik.

Multibrand-Einsatz: Turbinen im Windtestfeld-Nord mit BNK-System nachgerüstet
Das transpondergestützte BNK-System der Deutschen Windtechnik wird in diesen Tagen im gesamten Windtestfeld Nord nahe Husum installiert. Das 150 Hektar große Areal mit Anlagen von Enercon, Nordex, Senvion, GE, Siemens und Skywind bietet nach Angaben des Windenergie-Dienstleisters aus Bremen die Voraussetzungen, um das System technologieübergreifend an den in Deutschland meist gestellten Herstellertechnologien in die Praxis umzusetzen. Eine Windenergieanlage des Typs Vestas V112 außerhalb des Windtestfeldes wurde bereits mit einem BNK-System ausgestattet.

„Im Windtestfeld-Nord finden wir ideale Bedingungen vor, um unser BNK-System in möglichst vielen Technologien unterschiedlicher Hersteller in die Praxis umzusetzen. Wir binden alle Turbinen des Testfeldes mit nur einem einzigen BNK-System ein, wobei die Master-Einheit des BNK-Systems in der Enercon-Anlage installiert ist“, so Jasper Salzwedel, Senior Sales Manager und BNK-Projektverantwortlicher bei der Deutschen Windtechnik. Nach dem Einbau wird der Transponderempfänger des BNK-Systems an den verschiedenen Anlagentechnologien feinjustiert. Ebenso werden die Funkstrecken zur Signalübertragung zwischen den Anlagen unterschiedlicher Hersteller einem Praxistest unterzogen.

Baumusterprüfung auf der Zielgeraden - Zertifizierung im August erwartet
Parallel setzt die Baumusterprüfung des BNK-Systems der Deutschen Windtechnik „BNK-BOX“ zum Endspurt an: Die Bearbeitung ist soweit fortgeschritten, dass nun Audit sowie der standortbezogene Teil der Prüfung anstehen. Wichtiger Meilenstein ist der terminierte Überflug über eine mit dem BNK-System der Deutschen Windtechnik ausgestattete Vestas-Windenergieanlage. Im Anschluss werden die Finalisierung des Prüfprozesses und die Zulassung des BNK-Systems im August erwartet. „Die Zertifizierung ist das wichtige Signal für den Markt, um endlich verbindlich Systeme beauftragen zu können und nicht in Gefahr zu laufen, die Fristen zu reißen oder nicht bedient zu werden“, so Matthias Brandt, Vorstand der Deutschen Windtechnik.

Anbieter von BNK-Systemen bringen sich für Rollout in Stellung
Derzeit forcieren die Anbieter von BNK-Systemen angesichts des knappen Zeitfensters für die Umrüstung den Rollout. So steht mit dem System der Lanthan Safe Sky GmbH nach Angaben des Unternehmens nach bestandenem Abschlussaudit Mitte Juli 2020 ein weiteres Transponder-System kurz vor dem Abschluss der Baumusterprüfung. Über eine Kooperation mit der BNK Saar GmbH möchte der Anbieter des Transponder-BNKs nun eine ganzheitliche und wirtschaftliche Lösung zur bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung für das gesamte Saarland und angrenzende Regionen entwickeln. Zudem wird mit dem Windpark Morbach ein Projekt im Hunsrück mit dem BNK-System von Lanthan Safe Sky ausgerüstet. Die Enertrag Tochter Dark Sky GmbH meldet die projektespezifische Anerkennung durch die Deutsche Flugsicherung für die bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung (BNK) für ein Großprojekt in der Uckermark. Insgesamt können unter den zwei Radarschirmen bis zu 400 Windenergieanlagen zusammengefasst werden. Im ersten Schritt sollen zunächst rund 165 Anlagen nachts unsichtbar werden. Eine weitere Anlagengruppe mit ca. 100 weiteren WEA ist nach Unternehmensangaben bereits in Vorbereitung. Auch der BNK Hersteller Parasol hat für sein Passiv-Radar-System in Schleswig-Holstein das nächste BNK-Projekt in der Umsetzung. In Medelby in der Nähe der dänischen Grenze wird ein Windpark mit 27 Senvion-Windenergieanlagen mit dem System ausgestattet, 12 weitere Windenergieanlagen sind zudem in Planung.


© IWR, 2020


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29.07.2020

 



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