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Offshore Windenergie: Wie Drohnen und Air Taxis die Kosten weiter senken

© EnBW AG, Drohnen-Animation© EnBW AG, Drohnen-AnimationKarlsruhe – Die Nutzung der Offshore Windenergie ist unverzichtbar für die Energiewende und eine nachhaltige Energieversorgung. Der Service der riesigen Windturbinen auf See ist derzeit noch vergleichsweise aufwendig und teuer, aber das könnte sich schon bald ändern.

In einem Forschungsprojekt gehen der Energieversorger EnBW und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit einem neuen Ansatz der Frage nach, ob Servicetechniker auch mit einem Air Taxi zur Arbeit auf die Windenergieanlage fliegen können, während Werkzeug und Material zuvor von einer Schwerlastdrohne geliefert wurden.

Service von Offshore Windturbinen – neuer Logistikansatz
Heutige Arbeitsweisen rund um die Wartung von Offshore Windkraftanlagen sind sicher und eingespielt, aber zeitintensiv und die Unterbringung von Servicetechnikern auf hoher See ist teuer. Bringt man Werkzeug und Material per Schwerlastdrohne direkt auf 100 Meter Höhe der Windenergieanlage, entfallen Kranarbeiten. Reisen die Servicetechniker mit den Air Taxis genannten Passagierdrohnen, entfallen Überstiege und die mit den zweiwöchigen Schichten einhergehenden Übernachtungen auf hoher See.

„Als Betreiber von Offshore-Windparks möchten wir dazu beitragen, diesen neuen Logistik-Ansatz zu einer Standard-Dienstleistung weltweit zu machen“ so Michael Splett, Leiter Betrieb Offshore Windenergie bei der EnBW. „Unsere Rolle besteht darin, die beiden Technologien Windenergie und Schwerlastdrohnen zusammenzubringen und eine Reihe grundlegender Herausforderungen anzugehen. Zu klären ist dabei unter anderem, wie Offshore Windparks ausgestattet sein müssen, um den Einsatz von Drohnen zu ermöglichen, wie eine Landeplattform für die Drohnen aussehen kann, wie ein Transportcontainer beschaffen sein muss und wie Kommunikationsschnittstellen aussehen können“, sagt Jonas Janke, Projektleiter bei der EnBW.

DLR stellt Know-how für unbemannte Luftfahrzeuge zur Verfügung
Das DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) steckt die Rahmenbedingungen für einen Drohnenbetrieb im Windparkumfeld ab und stellt seine Erkenntnisse zu unbemannten Luftfahrzeugen zur Verfügung. Das DLR führt wissenschaftliche Experimente mit einer DLR-Drohne in einem Windpark an Land durch. Parallel wird der Betrieb im Offshore-Bereich modellhaft entwickelt und in Simulationen genau untersucht.

Neben der Simulation ist eine Umsetzung im Rahmen eines umfassenden Praxistests schon in Vorbereitung: die Offshore Drone Challenge (ODC). „Wir laden alle Technologie-Akteure ein, von unseren Forschungsergebnissen zu profitieren, und diese im Rahmen einer Erprobung mit eigenen Produkten live und vor der weltweiten Fachpresse zu demonstrieren“, so Jonas Janke. EnBW arbeitet bereits am Wettbewerbsdesign, zusammen mit dem DLR und weiteren Partnern. Eine hochrangig besetzte Jury wird dann die „Drohnen-Oscars“ vergeben. Erste ODC-Workshops finden bereits im Herbst bei der Windleitmesse Hamburg Wind Energy 2022 statt.

Bundeswirtschaftsministerium fördert Drohnen-Forschungsprojekt
Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderte Forschungsprojekt soll auch den rechtlichen Rahmen für den Betrieb von Transportdrohnen in Offshore Windparks untersuchen und bislang noch nicht abgedeckte rechtliche Aspekte für den Anwendungsfall oder Konflikte mit bestehenden Regularien aufdecken. Ziel ist es, die Bedingungen und erforderlichen Schritte für die Realisierung des Drohnenbetriebs sowohl für den Material- als auch für den Personentransport zu kennen.

© IWR, 2022


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